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Unterwegs – andere Länder, andere Vorschriften bei der Verkehrssicherheit im Winter

Egal, wo du bist, die Verkehrssicherheit im Winter sollte bei deiner Reiseplanung oberste Priorität haben. Du musst auf jeden Fall deinen Wohnmobil winterfest machen und sorgfältig planen, wohin du verreisen möchtest. Denn in anderen Ländern gelten zum Teil andere Gesetze, die beispielsweise das Mitführen und Montieren von Schneeketten betreffen. Das liegt vor allem daran, dass der Winter in unterschiedlichen Ländern unterschiedlich intensiv und gefährlich ist – Länder mit vielen bergigen Regionen erlassen zum Thema Verkehrssicherheit daher meist schärfere Vorschriften.

 

Wir informieren dich bestens, damit du für andere keine Gefahr im Straßenverkehr darstellst und deine Camperreise ohne Bußgelder und Kratzer genießen kannst. Du besitzt ein winterfestes Wohnmobil und kannst dir vorstellen, es mit anderen zu teilen? Dann kannst du dein Wohnmobil vermieten und die nächsten Winterreifen ganz sorglos finanzieren.

 

Blauer Camper in Bergen

 

Generelle Achtsamkeit im Winter

Die meisten Verkehrsunfälle können bereits durch richtiges Verhalten im Straßenverkehr vermieden werden. Durch Regen, Nebel, Schnee und Dunkelheit können wir Geschwindigkeiten und Entfernungen schlechter einschätzen – Gegenstände oder Personen können wir zuweilen gar nicht erkennen. Die finstere Jahreszeit erfordert eine Anpassung des Fahrstils. Wir empfehlen ausdrücklich, konzentriert und ausreichend langsam zu fahren und größere Abstände einzuhalten. Von Vorteil ist es, nicht in Eile zu sein und auch mal einen Umweg in Kauf nehmen zu können, da nicht alle Wege vom Winterdienst geräumt werden.

 

Dicke Jacken sollten – vor allem bei längeren Fahrten – am Steuer lieber nicht getragen werden, weil sie die Bewegungsfreiheit einschränken und du zudem nicht fest angeschnallt bist. Achtest du so auf dich und dein Umfeld, ist das schon mal die halbe Miete für die Verkehrssicherheit im Winter.

 

Wohnmobil im Nebel auf Verkehrssicherheit achten

 

Verkehrssicherheit im Winter: Die richtige Vorbereitung

Warnwesten, Warndreieck und Verbandskasten sind in jedem europäischen Land Pflicht und werden bei Verstoß des Mitführens und/ oder Gebrauchs mit unterschiedlich hoher Summe bestraft. Du solltest außerdem unbedingt einen Eiskratzer dabei haben, um dir freie Sicht durch die Scheiben verschaffen zu können. Bei nicht ausreichender Sicht gibt es in Deutschland mindestens 10€ Verwarnungsgeld. Eventuell musst du mit dem Losfahren so lange warten, bis die Scheiben nicht mehr beschlagen sind. Überzeuge dich, dass die Scheibenwaschanlage voll funktionsfähig ist und beispielsweise keine Schliere auf den Scheiben hinterlässt. Füge dem Kühlwasser und der Scheibenwaschanlage ausreichend Frostschutzmittel hinzu, damit die Flüssigkeiten nicht gefrieren.

 

Teste alle Lichter (auch Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte) und Blinker und befreie sie regelmäßig vom winterlichen Schmutz. Falls Lichter, Blinker oder Kfz-Zeichen auf deutschen Straßen nicht richtig erkennbar sind, kostet das zwischen 5€ und 10€ Strafe. Übrigens: Während die Nebelscheinwerfer bei jeglicher Beeinträchtigung der Sichtverhältnisse ihren Dienst erweisen dürfen, darf die Nebelschlussleuchte ausschließlich bei durch Nebel bedingter Sichtweite unter 50 Metern eingeschaltet sein –  und dann gilt Tempolimit 50!

 

Auch, wenn die Winterlandschaft in Deutschland in den letzten Jahren weniger verschneit ist, gilt Vorsicht bei eingeschneiten Schildern: Beide, das „Stop“- und das „Vorfahrt gewähren“-Schild, können aufgrund ihrer Form eindeutig erkannt werden und treten nicht außer Kraft, wenn sie vom Schnee bedeckt sind. Bei den runden Schildern, etwa Tempolimits, ist die Bedeutung oft nicht mehr zu erkennen, was die Verkehrssicherheit im Winter erheblich beeinträchtigt. In so einer Situation sind Autofahrer dazu aufgefordert, lieber langsamer als schneller zu fahren – Immerhin behindern Schnee, Matsch und gegebenenfalls Glätte die Fahrbahn. Von ortskundigen Fahrern kann durchaus erwartet werden, dass sie sich mit der Beschilderung einigermaßen auskennen.

 

Vorfahrt gewähren im Winter

 

Die richtige Bereifung für optimale Verkehrssicherheit im Winter

Skiausrüstung und Eiskratzer sind eingepackt, alle Lichter und Blinker funktionieren einwandfrei und die Vorfreude ist nicht mehr aufzuhalten. Dann kann es ja losgehen auf einen der zahlreichen Campingplätze in Österreich und Deutschland fürs Skifahren – oder?

 

Halt! Von großer Bedeutung ist die richtige Bereifung für die Verkehrssicherheit im Winter. In Deutschland greift die sogenannte „situative Winterreifenpflicht“: Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte darf nur gefahren werden, wenn die Reifen neben der altbekannten Kennzeichnung M+S (= Matsch und Schnee) auch das Alpine-Symbol tragen. In den letzten Jahren sind Zweifel an der M+S-Kennzeichnung laut geworden, da diese keiner anerkannten Qualitätssicherung für die Verkehrssicherheit im Winter unterliegt. Seit Januar 2018 müssen Winterreifen deswegen mit dem Alpine-Siegel gekennzeichnet sein, das nur nach einem erfolgreichen Test auf Schnee vergeben wird. Bußgelder in Höhe von mindestens 60€ erwarten dich in Deutschland, wenn du bei oben genannten winterlichen Situationen mit Sommerreifen fährst.

 

Winterreifen Schnee und Wald

 

In welchen Ländern sind Winterreifen Pflicht?

Während die Verpflichtung zu Winterreifen in Deutschland nur von den Witterungsverhältnissen abhängig ist, ist sie in anderen Ländern an den Jahreszeitraum gekoppelt: In Tschechien herrscht vom 1. November bis zum 31. März Winterreifenpflicht, in Slowenien vom 15. November bis zum 15. März und in Norwegen vom 1. November bis zum 1. Mai. In Österreich werden beide Bedingungen vereint: Bei winterlichen Straßenverhältnissen im Zeitraum vom 1. November bis zum 15. April sind Winterreifen obligatorisch. In Deutschland und auch in der Schweiz ist dieser Zeitraum nicht durch die Verkehrspolitik vorgeschrieben, aber unter Fahrern als O-bis-O-Regel (Oktober bis Ostern) bekannt und als Richtwert beliebt. In Frankreich und den nördlichen Regionen Italiens weist die entsprechende Beschilderung auf die Winterreifenpflicht hin (in Frankreich: „pneus neige“).

 

Die Höhe der Bußgelder fällt in jedem Land unterschiedlich aus, informiere dich am besten unmittelbar vor deiner Reise über die Gesetzeslage im jeweiligen Land. Auf der sicheren Seite ist in jedem Fall, wer für erhöhte Verkehrssicherheit im Winter unabhängig vom Reiseziel Winterreifen aufzieht – Das schützt alle am Straßenverkehr beteiligten Personen und auch den Geldbeutel. A propos Geldbeutel: Wir empfehlen dir, die Winterreifen für deinen Van im Sommer zu kaufen, da sind sie nämlich etwas günstiger als in der nachgefragten kalten Jahreszeit. Der nächste Winter kommt bestimmt!

 

Verkehrssicherheit im Winter Geld sparen

 

Die Beschaffenheit der Winterreifen: Auf was kommt es an?

Damit die Reifen genug Grip auf Schnee und Matsch haben, brauchen sie eine gewisse Profiltiefe. Laut deutscher Straßenverkehrs-Zulassungsordnung müssen die Winterreifen eine Profiltiefe von 1,6 Millimetern aufweisen. Die Erfahrung zeigt aber deutlich: Für optimale Verkehrssicherheit im Winter ist das zu wenig! Autofahrer sollten schon bei 4 Millimetern einen Reifenwechsel vornehmen. Übrigens müssen die Winterreifen in Österreich 4 Millimeter Profiltiefe aufweisen, weshalb das der bessere Richtwert ist. Je tiefer das Profil, desto bessere Haftung und desto längere Haltbarkeit der Reifen.

 

Nach spätestens 6 Jahren sollten die Reifen aufgrund von hohem Verschleiß getauscht werden. Generell solltest du darauf achten, dass die Winterbereifung deines Campers einen höheren Luftdruck aufweist als die Sommerbereifung und dass alle montierten Reifen gleichartig (sprich gleiche Größe, Bauweise, etc.) sind. Bei Fahrzeugen über 3,5t gilt die Winterreifenpflicht ausschließlich für die Antriebsachse und muss so auch eingehalten werden.

 

Winterlandschaft mit Bäumen

 

Schneeketten für erhöhte Verkehrssicherheit im Winter

So tief das Profil deiner Winterreifen auch sein mag: Oftmals reicht das nicht aus, um im Winter vom Fleck zu kommen. Gerade das Anfahren in Hanglagen erschwert sich bei Schnee, Eis und Matsch. Jetzt helfen nur noch Schneeketten. Als netzartige Kette um den Reifen gelegt, haken sich die Glieder beim Gasgeben in den Schnee, um das Weiterfahren zu ermöglichen. Damit tragen sie erheblich zur Verkehrssicherheit im Winter bei.

 

Man kann zwei Arten von Schneeketten kaufen: Antriebsketten und Spurketten. Während die Antriebsketten auf die Räder der Atriebsachsen gespannt werden, sind die Spurketten auf den Rädern der Lenkachsen angebracht. Die meisten Autofahrer nutzen eine Kombination aus beiden Ketten. Mindestens die zwei Antriebsräder – beim Allradantrieb mindestens zwei Räder derselben Antriebsachse – sollten mit den Ketten ausgestattet sein, sofern Schneeketten gefordert sind. Achtung: Schneeketten werden gerne mit Anfahrhilfen verwechselt. Letztere dienen nur der Überwindung von Schwierigkeiten beim Anfahren, bieten aber kein volles Netz, das wie die Schneekette über die Reifen gezogen werden kann. Wer beide Typen verwechselt, riskiert mancherorts eine Geldstrafe.

 

Schneeketten anlegen am Wohnnmobil

 

In welchen Ländern sind Schneeketten Pflicht?

Wenn Schneeketten auf einer Straße gefordert sind, wird das in vielen Ländern, darunter Deutschland, Dänemark, Österreich, Frankreich, Italien und der Schweiz, von einem blauen Schild mit einem verketteten Reifen als Emblem markiert. Besonders in den Wintersportgebieten sollte man auf die Schilder und somit auf die Schneekettenpflicht gefasst sein.

Informiere dich vor deiner Reise, wie die jeweiligen Länder den Umgang mit Schneeketten handhaben, denn mitunter sind die Regeln sehr verschieden. So sind in Österreich nur Ketten mit der speziellen Norm „Ö-Norm V5117“ zugelassen, in Norwegen müssen Schneeketten zwischen dem 1. November und dem 1. Mai zumindest mitgeführt werden, in Irland und den Niederlanden sind Schneeketten sogar verboten. Generelle Schneekettenpflicht hingegen besteht in den kroatischen Gebirgsregionen Lika und Gorski Kotar. In Finnland und Großbritannien liegt das Anbringen der Schneeketten im eigenen Ermessen: Nämlich nur dann, wenn die Straßenoberfläche dabei nicht beschädigt werden kann.

 

Sind die Ketten angelegt, darfst du auf allen Straßen höchstens 50 km/h fahren. Grund dafür ist einerseits die dadurch erhöhte Verkehrssicherheit im Winter, andererseits, die Straßen nicht unnötig zu beschädigen. Wie die Schneeketten montiert werden, hängt von der Schneeketten-Größe und vom -Typ ab, den du für dein Wohnmobil gekauft hast. Eine Montage- und Demontageanleitung sollte beim Kauf der Schneeketten beiliegen, ansonsten wird das Anlegen der gängigsten Typen hier beschrieben und bebildert oder unten in einem Tutorial erklärt. Es ist sehr hilfreich, das Montieren der Schneeketten vorher zu üben, damit du im Ernstfall bei eisigen Temperaturen schon weißt, wie alles funktioniert.

 

 

Verkehrssicherheit im Winter ist wichtig

… und will gut vorbereitet sein. Kümmere dich früh genug um den Kauf der Winterreifen und Schneeketten. Das gilt besonders, wenn du Regionen mit langen schweren Wintermonaten anvisierst, wie zum Beispiel zum Camping in Österreich oder eine Skandinavien Rundreise. Da sich Gesetze ständig ändern, ist es immer eine gute Idee, unmittelbar vor deiner Reise Informationen zu den einzelnen Ländern, die auf deiner Route liegen, zu recherchieren. Mit unseren Tipps schützt du letzten Endes nicht nur dich selbst, sondern auch alle anderen am Straßenverkehr Beteiligten – der Verkehrssicherheit im Winter kommt also eine besondere Bedeutung zu.

 

Du schaust dich gerade nach einem passenden Camper um, mit dem du verkehrssicher im Winter wie auch im Sommer auf Reisen gehen willst? Dann ist unser VanPaul genau das Richtige für dich – hier kannst du deinen eigenen Camper kaufen. Winterreifen und Camper lassen sich ganz leicht refinanzieren, denn über PaulCamper kannst du dein Wohnmobil vermieten und so die Kosten decken.

 

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