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Internet auf Reisen: So funktioniert WLAN für unterwegs

Das Internet ist für dich beim Campen nicht nur ein lustiger Zeitvertreib, sondern die Quelle allen Wissens? Du nutzt es zum Navigieren und googelst deinen nächsten Stellplatz. Du hältst Erinnerungen fest und teilst sie im selben Moment mit deinen Lieblingsmenschen. WLAN für unterwegs im Urlaub ist für dich also nicht nur eine nette Zusatzoption, sondern essenzieller Bestandteil auf deinen Reisen.

 

Möchtest du überall Internet nutzen und das Datenvolumen deines Smartphones schonen, kannst du

 

  • dich in öffentliche Hotspots einloggen.
  • das großflächige Community-WLAN von Vodafone, Telekom und Unitymedia nutzen.
  • dir einen mobilen WLAN-Router besorgen.
  • einen Surfstick verwenden.

 

Wir zeigen dir die Vor- und Nachteile all dieser Möglichkeiten und erklären dir in unserem großen WLAN für unterwegs Vergleich außerdem:

 

  • welche Optionen sich für deine Wohnmobilreise eignen
  • welche WLAN-Router für unterwegs besonders gut sind
  • wie du einen Router einrichtest
  • welcher der passende Tarif für dich ist

 WLAN fuer unterwegs im Wald

 

Was ist WLAN für unterwegs?

Du kennst das: Du bist im Urlaub, entschleunigst gerade beim Frühstück und möchtest nur schnell ein paar Grüße an deine Lieblingsmenschen senden. Du hoffst, dass deine Reisefotos nicht allzu viel Datenvolumen verbrauchen. „Suche Netz“, sagt dein mobiles Endgerät. Hrmpf.

 

Also läufst du los, um das nächste Café mit kostenlosem WI-FI zu suchen. Du fragst dich durch und im zehnten Lokal der (mittlerweile nicht mehr so) niedlichen Kleinstadt wirst du fündig. Heureka! Du verbindest dich…und wartest. Und wartest. Du wartest noch ein bisschen, bis du endlich dein Urlaubsfoto verschickt hast. Das war’s mit Entspannung. Zum Glück gibt es mittlerweile gut funktionierende Alternativen zu der entnervenden Suche nach öffentlich nutzbarem Internet.

 

WLAN für unterwegs bekommst du in Deutschland im Grunde in zwei Formen:

 

  1. klassisches WLAN direkt über fest verlegte Kabelnetzwerke in Verbindung mit WLAN-Routern (z.B. per Hotspots)
  2. aus dem mobilen Datennetz, das heißt über den Mobilfunk

 

Die Option, Internet per Satellit zu nutzen, haben wir aufgrund der hohen Kosten in diesem Artikel nicht berücksichtigt. Eine kurze Einführung in das Thema kannst du aber gern in unserem Artikel über Internet im Wohnmobil nachlesen.

 WLAN fuer unterwegs Arbeiten

 

Kostenlose Hotspots und offenes WI-FI nutzen

Mit Variante eins entlastest du vor allem deinen Handytarif und sparst wertvolles Datenvolumen. Hinzu kommt, dass die Mobilfunkanbieter keine hundertprozentige Netzabdeckung garantieren können oder die Verbindung schwankt. Hotspots und öffentlich nutzbares WLAN unterwegs bieten da eine zuverlässige Lösung.

 

Die Funktionsweise ist denkbar einfach. Die Netzbetreiber wie die Telekom, Vodafone oder Unitymedia stellen euch ihre bereits etablierte Infrastruktur zur Verfügung. Der kostenfreie Zugang ist in der Regel in deinem Prepaid-Tarif oder deinem Vertrag enthalten, wenn du bei einem dieser Anbieter Kunde bist.

 

Dann gibt es noch die sogenannte WLAN-Community. Hier stellen private Nutzer ihren Internetanschluss öffentlich zur Verfügung. Die Nutzer richten über ihren Router ein zweites öffentliches WLAN-Netz neben ihrem privaten Netzwerk ein. Diese Hotspots von Privatnutzern kannst du kostenfrei nutzen, wenn du selbst Teil der Community bist. Stellst du also selbst einen Hotspot zur Verfügung, bekommst du kostenloses WLAN für unterwegs, ohne zusätzlichen Vertrag oder sonstige Verpflichtungen.

 

Wo gibt es das WLAN für unterwegs? – so findest du die Hotspots

Die Suche nach den Hotspots der großen Anbieter funktioniert am besten über die Apps der Telekom, Vodafone und Unitymedia. Damit navigierst du dich direkt zum nächsten kostenlosen WLAN. Mit den Community-Hotspots ist es allerdings etwas problematischer, weil sie nicht immer so einfach zugänglich sind. Zum Beispiel kann es dir passieren, dass du vor einem Gartentor stehst, weil der Funkempfang aus dem privaten Wohnhaus nicht bis auf die Straße reicht.

 

Um das nächstgelegene WLAN unterwegs zu finden, helfen dir auch Datenbanken wie Wlanmap oder yellowmap. Eine einfache Google-Suche zeigt dir ebenfalls öffentliche WLAN-Netzwerke in deiner Nähe an.

 

In Kombination mit dem kostenlosen Internet in Bahnhöfen, Geschäften und Cafés, verdichten sich die Hotspots dennoch zu einem großflächigen Netz. Das Computer-Magazin CHIP hat weitere Orte aufgelistet, an denen du WLAN für unterwegs bekommst.

WLAN fuer unterwegs im Urlaub

 

Die Hotspots von Telekom, Unitymedia und Vodafone

WLAN to Go heißt das Community-WLAN für unterwegs der Telekom. Mehr als 1,5 Millionen Telekom-Nutzer verwenden dabei die Hotspot-Router des Unternehmens, mit denen sie dir den Zugriff auf ihr privates WLAN erlauben. Zusätzlich bekommst du Zugang zu über 20 Millionen weltweiten Hotspots des FON-Netzwerkes. Du schaust einfach auf deinem Smartphone oder Laptop in der Liste der verfügbaren Netzwerke nach den Namen Telekom_ICE und Telekom_FON. Verbinden. Fertig. Einziges Hindernis: Um das flächendeckende WLAN für unterwegs nutzen zu können, musst du TelekomKunde sein.

 

Die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht. Auch Vodafone bietet seinen Kunden kostenlose Community-Hotspots an. Mit über ebenfalls 1,5 Millionen Homespots ist das Netzwerk genauso flächendeckend wie das der Telekom. Kostenlos ist das WLAN für unterwegs von Vodafone jedoch auch nur für Kunden. Nutzt du ausschließlich die öffentlichen Hotspots des Unternehmens, kostet dich der Zugang bis zu 20 Euro für jeden genutzten Monat. Die privaten Homespots sind darin jedoch nicht enthalten.

 

Auch der Kabelnetzbetreiber Unitymedia setzt Community-Router ein. Mit dem Wifi-Spot vereint das Unternehmen rund 10 Millionen Nutzer. Das Prinzip ist dasselbe wie bei den anderen beiden Internetanbietern: Unitymedias WLAN für unterwegs ist für dich ohne Aufpreis nutzbar, wenn du selbst einen Hotspot in deinem privaten Netzwerk einrichtest. Dein Router strahlt dann zwei vollständige separate WLAN-Signale aus. Damit bleibt dein privates WLAN geschützt und das öffentliche ist getrennt davon zugänglich. Die Telekom und Vodafone verwenden dieselbe Technologie für ihre Community-Hotspots.

 

Unterwegs öffentliches WLAN nutzen – unsere Sicherheitstipps

Weil wie gerade von Internetsicherheit sprechen: Du bewegst dich nicht allein im öffentlichen WLAN. Deine mobilen Endgeräte sind in diesen Netzwerken oft anfälliger für schädliche Zugriffe auf deine Daten. Sie können abgefangen und sogar gespeichert werden. Mit ein paar simplen Tricks schützt du deine Daten vor Missbrauch:

 

  • Stelle sicher, dass die Software deiner Geräte auf dem neuesten Stand ist.
  • Besuche nur zertifizierte Webseiten (https://).
  • Ein VPN-Client hilft, deine Daten zu verschlüsseln.
  • Installiere Anti-Virenprogramme auf Rechnern, Smartphones und Tablets.
  • Sende keine sensiblen Daten, wie vertrauliche Logins und Chatnachrichten.


WLAN fuer unterwegs im Wohnmobil

 

WLAN für unterwegs im Urlaub – mobiler Router im Wohnmobil

Wenn du lieber dein eigenes WLAN für unterwegs nutzen willst, ist ein mobiler Router genau das Richtige für dich. Die kleine Box funktioniert genau wie dein Smartphone oder Tablet: SIM rein und mobile Daten nutzen. Für die Router gibt es mittlerweile spezielle Tarife mit LTE Daten-Flatrates.

 

Präzise ausgedrückt, verbindet sich der Router mit dem Mobilfunknetz und baut gleichzeitig ein WLAN-Netzwerk auf. Mit deinem mobilen Endgerät verbindest du dich dann wie gewohnt mit dem WLAN-Netzwerk. Der Router braucht zwar Strom, den bezieht er aber über einen eingebauten Akku. Das ist besonders beim Campen spitze, da du dort nicht immer Strom aus der Steckdose bekommst. Musst du den Akku laden, läuft die Stromversorgung bei vielen Geräten über den 12-Volt-Anschluss im Wohnmobil.

 

Die WLAN-für-unterwegs-Box

Die kleine WLAN-für-unterwegs-Box mit 3G Geschwindigkeit bekommst du schon für etwa 40 Euro. Möchtest du schneller surfen mit 4G (LTE), dann kostet dich ein entsprechender Router rund 90 Euro. Willst du einfach nur mit deinem Laptop ins Internet, reicht wahrscheinlich ein Surfstick mit SIM für dich. Das Prinzip ist das gleiche, aber du steckst ihn wie einen USB-Stick direkt in deinen Computer. Jetzt brauchst du nur noch den passenden Datentarif. Bei einigen Anbietern bekommst du beides gleich zusammen. Am besten vergleichst du bei den einzelnen Anbietern, ob sich ein Paket lohnt oder du lieber SIM und Router einzeln kaufst.

 

Unser Tipp für Reisen: Gehe sicher, dass du einen Datentarif inklusive einer EU-Auslandsflat buchst. Nur so kannst du dein WLAN für unterwegs innerhalb Europas auch im Ausland nutzen.

 

Bist du noch unsicher, ob diese mobile WLAN-Lösung etwas für dich ist, kannst du es genauso gut eine Weile mit deinem Handy testen. Anstatt des Routers nutzt du dein Smartphone, um einen WLAN-Hotspot aufzubauen, das sogenannte Tethering. Anschließend loggst du dich mit deinem Laptop oder Tablet ein. Fertig. Auf Dauer leiden jedoch Batterie und Datenvolumen deines Handys. Bei hoher Internetnutzung ist der mobile Router die bessere Wahl.

 

Das beste WLAN für unterwegs – der Router-Vergleich

Eigentlich muss so eine Internetbox nur eins können: zuverlässiges Internet zur Verfügung stellen. Trotzdem scheint die Entscheidung für das richtige Gerät doch nicht so einfach zu sein. Akkulaufzeit, Verbindungsgeschwindigkeit, SIM-Format und nicht zuletzt der Preis spielen eine Rolle beim Kauf.

 

Die Welt hat einige WLAN-Router für unterwegs im Test. Netgear und TP Link schneiden in dem Vergleich am besten ab. Huawei zeigt zufriedenstellende Werte, bei vergleichsweise kleinem Preis. Weitere Details kannst du im Testbericht über mobile Router nachlesen. Ist dir ein neuer Router zu teuer, schau doch einfach mal nach gebrauchten Geräten.

WLAN fuer unterwegs abends

 

Mobilen WLAN-Router einrichten

Wir empfehlen dir, deinen Router probeweise in Betrieb zu nehmen, bevor du deine nächste Campingreise antrittst. Im schlimmsten Fall hast du stundenlang mit der Einrichtung des neuen Geräts zu kämpfen, wenn du stattdessen schon längst mit einem Bierchen am Lagerfeuer sitzen könntest. Zum Glück sind die meisten Router recht fix eingestellt, sodass auch dein Probelauf nicht viel Zeit kosten dürfte.

Um dein WLAN für unterwegs einzurichten,

 

  1. lädst du den Akku des Routers vollständig auf.
  2. legst du die aktivierte SIM-Karte ein.
  3. schaltest du das Gerät ein.

 

Schon ist dein mobiles Netzwerk da. Der Router verwendet jetzt die Standardeinstellungen des Herstellers. Möchtest du diese Vorgaben ändern, musst du

 

  1. die IP-Adresse des Routers in den Browser deines Laptops oder Smartphones eingeben.
  2. den SIM-Pin eingeben.
  3. die Sicherheitseinstellungen und alles Weitere nach deinen Präferenzen festlegen.

 

Tipps zum Daten sparen

Obwohl die Auswahl an Datentarifen sehr vielseitig ist, ist das WLAN für unterwegs nicht unbegrenzt. Du bekommst zwar wesentlich mehr Gigabyte für dein Geld, die Geschwindigkeit wird nach einem bestimmten Limit trotzdem gedrosselt.

 

Unsere Tipps zum Sparen deiner Daten:

 

  • Schalte automatische Updates und Hintergrundaktualisierungen deiner Endgeräte nach Möglichkeit aus.
  • Lade Musik und Videos zu Hause oder über öffentliche Hotspots herunter, anstatt zu streamen.
  • Passe deine Cloud-Synchronisierung an.
  • Verwende Software wie Little Snitch, um die Datenübertragung zu überwachen.

 

 

Fazit: WLAN für unterwegs – Nutze den Mix

So schön die Möglichkeiten für ein eigenes WLAN für unterwegs auch sind, eine vollständig flächendeckende Netzabdeckung gibt es leider (noch) nicht. Die Empfangsstärke deines mobilen Routers hängt beispielsweise von deinem Internetanbieter ab. Genauso ist es bei den Community-Hotspots und öffentlichem WLAN.

 

Je nachdem, wofür du Internet brauchst und wie oft du es nutzt, empfehlen wir dir verschiedene Kombinationen zu nutzen. Bist du ein digitaler Nomade, lohnt sich ein mobiler Router mit großem Datentarif bei der Telekom oder Vodafone. Nutzt du zusätzlich noch Community-Hotspots und gehst ab und an in ein Café mit kostenlosem WI-FI, kannst du von fast überall arbeiten.

 

Ist dir WLAN für unterwegs hauptsächlich im Urlaub wichtig, reicht es vielleicht schon, wenn du dir vorher die Hotspot-Abdeckung anschaust. Sind zu wenige WLAN-Netzwerke an deinem Reiseziel vorhanden, kannst du dir immer noch einen Surfstick oder Router besorgen. Es gibt Prepaid-Tarife, die du monatlich kündigen kannst.

 

Apropos Urlaub: In unserem PaulCamper Magazin stellen wir dir die schönsten Länder für deine nächsten Camperreisen vor. Schau doch mal rein und lass dich inspirieren.