PaulCamper
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Unsere Checkliste für ein winterfestes Wohnmobil

Es ist so weit … Der richtige Stellplatz ist gefunden, die letzte Tour ist gemacht. Nun geht’s an die Arbeit. Das Leichte zuerst:

Alles muss raus

Im Winter trägt man sowieso weite, dicke Kleidung, deshalb fang mit dem Resteessen an. Alle Lebensmittel müssen aus dem Camper entfernt werden. Auch die, die nicht schlecht werden. Selbst gut verschlossene Packungen können ungewollte Mitbewohner anziehen. Vor allem dann, wenn die darin enthaltenden Lebensmittel gefrieren und die Konserven, Behälter oder Flaschen anschließend platzen.

Ausrümpeln

Jetzt ist die Gelegenheit endlich einmal auszumisten und alle herumliegenden Textilien, Decken, und Bettwäsche gründlich zu reinigen. Wenn der Camper nicht auf Eurem Grundstück bleibt, solltet Ihr außerdem sämtliche Wertsachen mitnehmen. Für die praktisch Denkenden unter Euch: Entfernt auch alle nicht wertvollen Gegenstände. Das sind alles Sachen, die Ihr im Frühjahr nicht mehr putzen müsst.

Umgedreht

Sind die Decken und Kissen aus dem Weg geräumt, kommt Ihr besser an die Matratzen. Um der Feuchtigkeit ein Schnippchen zu schlagen, stellt die Polster am Besten hochkant auf. Dabei könnt Ihr Euch mit improvisierten Stützen behelfen.

Krieg dem Schimmel

Wenn der Mief an den Matratzen verhindert wurde, erklärt ihm auch den Krieg im Kühlschrank, Eisfach und sonstigen Schränken. Richtig abgetaut und ausgewaschen sollten alle inneren Türen den Winter über geöffnet bleiben, um die Luftzirkulation zu gewährleisten. Kleiner Tipp stellt eine kleine Schüssel Salz in den Innenraum. Das Salz saugt die überflüssige Luftfeuchtigkeit auf.

Nur ein sauberer Camper ist ein winterfester Camper

Auf geht’s in den Waschpark Eures Vertrauens. Schruppt mit einem milden Autoshampoo vom Dach bis zum Unterboden Euren ganzen Camper ab. Mühsam aber ein Extraschutz vor den Gezeiten ist abschließendes Einwachsen mit Flüssigwachs und einer Poliermaschine.

Schönheitskorrekturen

Beim Putzen werden Euch kleine Schönheitsfehler ins Auge stechen. Kleine Macken, Kratzer und Lackabplatzungen sollten jetzt ausgebessert werden, damit sich kein lästiger Rost durch den Körper Eures treuen Begleiters fressen kann.

Etwas Winterfett für das Wohnmobil

Für geschmeidiges Schalten und Bremsen im Frühjahr hilft es schon vor der Winterpause Eure Kupplungen, die Gelenke des Bremsgestänges und Kurbelstützen einzufetten.

Weich wie ein Babypopo

Nehmt Talk, Silikonspray oder Babypuder um die Gummidichtungen an den Fenstern abzudichten und vor Frostriss zu schützen. Bereits rissige Dichtungen sollten jetzt ausgetauscht werden, um dem Einzug von Feuchtigkeit vorzubeugen.

Wasser dehnt sich aus

Während Ihr Euch aus Eurem Wohnmobil verzieht, macht sich das noch vorhandene Wasser breit. Vor allem in Rohren und Tanks wirkt sich eine längere Auszeit am Schlimmsten aus. Stehendes Wasser fault und bringt üble Gerüche. Bei Minusgraden können verbleibende Flüssigkeiten einfrieren und die Rohre zum Platzen bringen. Das Endergebnis ist verheerend: unnötige Kosten und Kopfschmerzen im Frühling. Glücklicherweise kann man mit ein paar einfachen Schritten diesem Szenario entgegenwirken. Leert sowohl die Frisch- als auch Abwassertanks in einer nahe gelegenen Entsorgungsstation aus. Vor dem Entleeren schaltet Eure Pumpe aus und öffnet die Armaturen in mittlerer Stellung, so entsteht ein Unterdruck, der auch das letzte Bisschen Wasser aus den Schläuchen zieht. Jeglichem Haarriss durch Frostsprengung entgeht ihr, wenn Ihr die Leitungen vorab mit einem lebensmittelechten Frostschutzmittel spült.

Und noch mehr Frostschutz

Wo wir gerade beim Thema Frostschutz sind. Nehmt es noch einmal in die Hand und überprüft seinen Stand im Kühler und in der Waschanlage und füllt es gegebenenfalls nach.

Vollgetankt steht’s sich am Besten

So unlogisch es sich anhört, tankt noch einmal voll, idealerweise mit Winterdiesel für die Standreise durch den Winter. Mit einem vollen Dank verhindert Ihr die Bildung von Kondenswasser im Innenraum des Tanks und damit die Entstehung von Rost. Außerdem ist es ein schöner Gedanke, zu wissen, dass irgendwo ein startklarer Camper bereitsteht. So scheint die nächste Reise nicht mehr weit.

Vom Tank zum Gas

Alle Gasflaschen und Gashähne gehören fest verschlossen. Die dazugehörenden Regler und Gummischläuche vertragen sind relativ frostempfindlich, schraubt diese so weit es geht ab und lagert sie bei Euch zu Hause.

Noch ein Mitbringsel

Neben Wertsachen, Feuchtigkeit und Dreck anziehenden Krimskrams und den Gummischläuchen, solltet Ihr auch für Eure vollgeladene Batterie ein trockenes Plätzchen zu Hause finden. Bei Bedarf, sofern die Möglichkeit besteht, solltet Ihr sie dann alle paar Wochen nachladen. Bietet Euer Stellplatz eine Lademöglichkeit, kann die Batterie auch direkt am Netz angeschlossen überwintern. Je nachdem wie lange der Winter dauert, entleert sie sich sonst und ist damit anfälliger für die kalten Temperaturen.

Unter Druck stehen

Wo kämen wir ohne gute Reifen hin? Ganz bestimmt nicht zum nächsten Reiseziel. Deshalb solltet Ihr Eure Reifen für die Wintermonate so gut es geht entlasten. Ideal wäre es, Euren Camper mit einem Wagenheber etwas anzuheben. Erhöht in jedem Fall Euren Reifendruck noch einmal um 0,5 bar erhöhen.

Last but not least

Setzt Euch noch einmal ans Steuer, legt den ersten Gang ein und löst die Handbremse. Versichert Euch noch einmal, dass Euer saisonaler Begleiter mit Bremsklötzen fest und sicher steht und verabschiedet Euch für die nächsten Monate, während Ihr mit einer wehmütigen Bewegung die Abdeckplane hinüberzieht.