385 EUR7 Nächte2 min

Paul

CampingBus
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Raus aus dem grauen Alltag, rein ins grüne Leben! Paul Camper ist mit Allem ausgestattet, was man zum Campen benötigt. Dabei fährt er sich wie ein Auto. Mit Camper Paul fing die Geschichte von PaulCamper an. Die erste Reise führte durch Kroatien. Seit dem hat er schon viele Länder bereist und hat noch niemanden im Stich gelassen. Paul könnt Ihr von April bis Oktober besichtigen. Einfach, persönlich und sicher unseren VW T4 Camper mieten. Hier könnt Ihr ein paar Reiseabenteuer mit Paul nachlesen: z. B. die Spanienumrundung mit den beiden Studenten Franz und Plato, eine Kurzerholung am Gardasee, Julias Flucht aus dem Alltag Richtung Polen, Antjes und Stefans Campingtour durch Tschechien, die Slowakei und Ungarn oder die Safari über den Serengeti-Park zur Ostsee.
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Ich bin wieder hier, in meinem Revier, war nur mal kurz weg und hab was entdeckt!

So sehr ich Berlin liebe, so sehr liebe und brauche ich aber auch die Natur. Mal dem Dunst der Großstadt entfliehen um gemähte Wiesen, blühende Felder aber auch Kuhmist einzuatmen. Die Idee war wegfahren. Nicht so weit, nicht so teuer, ins Ausland und Meerblick inklusive. Polen, da waren wir uns einig, war das perfekte Land für eine Woche Alltagsflucht.

Mobilität steht für Freiheit und genau das suchten wir. Wenn man dann noch weiß, dass man keine Lust auf Zelt Auf- und Abbau hat, mietet man sich einen Camper. Man reist bequem, ist flexibel und hat immer ein Dach über dem Kopf. Doch woher bekommt man solch einen fahrbaren Untersatz, wenn man nicht gerade selbst über einen ausgewählten Fuhrpark verfügt?! Ein Tag Recherche und ein paar Suchmaschineneinträge später bin ich fündig geworden: Paul. Paul Camper. An diesem Tag wohl vom Glück verfolgt war der Bus sogar noch für den gewünschten Zeitraum verfügbar. Alles lief reibungslos und unkompliziert. Wir hatten Urlaub, kein genaues Ziel vor Augen, aber wir hatten ja Paul, der wird uns den Weg schon weisen.

So tuckerten wir eines Mittags los, ziellos gen Osten, entspannt, voller Vorfreude und mit einer Portion Abendteuerlust im Handschuhfach.

Über Usedom gings Richtung Swinemünde, ein Kurort mit nostalgischem Flair und typisch osteuropäischem Charme. Kaum hinter der Grenze begann eine kleine Zeitreise. Hier ticken die Uhren etwas anders, das merkten wir sofort. Wachgerüttelt von den mit Schlaglöchern durchsetzten Straßen, kamen wir in Swinemünde an und suchten uns auf dem erst Besten Campingplatz einen schönen Standort. Das Urlaubsfeeling stellte sich unverzüglich ein, als wir merkten, dass uns die Zloty im Portmonnaie fehlten. Der Starke Euro war wertlos, unsere Sprache bedeutungslos - wir waren also im Urlaub angekommen. Immer der Nase nach zogen wir durch einen kleinen Pininewald sofort Richtung großes Gewässer. Schließlich war ja dies der Grund für unsere Reise. Es ist der spannende und aufregende Moment kurz bevor man auf der Dünenspitze angelangt ist und weiß, gleich eröffnet sich der weite Blick auf das Meer. Die Sonne war schon fast untergegangen, es war sehr windig und auch nicht gerade warm, aber das war in dem Moment nicht von Bedeutung,  denn wir waren ja im Urlaub. Man ist entspannt und beginnt langsam daran zu denken mal Nichts zu denken und sich einfach treiben zu lassen.

In den ersten Tagen nutzten wir den Wettersegen und lagen faul wie Seelöwen bewegungsarm am Strand. Der Tag gliederte sich in essentielle Tätigkeiten wie Essen, Schlafen und Atmen. Man fängt langsam an das Primatenleben zu genießen. Weniger ist mehr und viel braucht man wirklich nicht zum Leben. Über den minimalen Luxus, wie den Kühlschrank im Camper, waren wir dennoch sehr dankbar. Am dritten Tag ging es weiter die Ostseestraße entlang, ohne ein genaues Ziel vor Augen, ganz getreu dem Motto: der Weg ist das Ziel. Am vierten Tag fragte ich zwischen dem letzten Kaffeeschluck und dem biss ins Käsebrot: „Was denkst du gerade?“, „Irgendwie Nichts“ antwortete mein Gegenüber. „Krass, ich auch nicht!“ gab ich zurück. Dann wieder angenehmes Schweigen. Wir waren raus, raus aus dem Alltagstrott und dem Berufsleben. Kein Großstadtlärm, kein Telefon, keine Verpflichtungen, kein Internet und der Drang nach Informationen im Zuge der social networks - wir waren nun unser ganz eigenes soziales Netzwerk.