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PaulCamper
1932 EUR28 Nächte2 min
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Einmal rund um die Ostsee im Campervan Bogumil

Schon im Februar kamen wir auf die Idee, im Sommer mit einem Camper auf Reisen zu gehen. Website, um Website wurden wir bei unseren Recherchen schließlich bei PaulCamper fündig. Unsere Wahl fiel auf den geräumigen Volkswagen T4 Carthago Malibu namens „Bogumil“. Bogumil sollte uns auf einer einmonatigen Tour, einmal rund um die Ostsee begleiten. Die Vermieter Frank und Jeanette aus Bockwen bieten ihren weißen Van, ideal für Neueinsteiger wie uns, zu einem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis an.

Vorfreude ist die schönste Freude. So ist es auch in der Vorbereitungszeit einer spannenden Reise. Campervan Bogumil überzeugte uns auf den ersten Blick und wir schlossen sofort unseren Mietvertrag ab. Dann hieß es die Route ausarbeiten und Tagesetappen abstimmen. Um entspannt zu reisen und dennoch vorwärtszukommen nahmen wir uns zwischen 250 bis 350 km am Tag vor. An besonders schönen Orten spontan zu verweilen und bei entsprechendem Wetter am Strand zu liegen war natürlich auch angedacht. Die Vorbereitung beinhaltete außerdem ansprechende Campingplätze herauszusuchen, Checklisten anzulegen und die Verpflegung für fast einen Monat zu planen. Unterwegs sollte schließlich auch gekocht werden.

Schließlich war die Wartezeit zu Ende. Am 14. Juni, einem Sonnabend standen wir bei Jeanette und Frank auf dem Hof. Bogumil wurde gerade gewaschen und Frank zeigte uns noch einmal die wichtigsten Handgriffe. Durch Bogumils noch recht handliche Größe kam ich bald mit den Fahreigenschaften zurecht. Durch gute Planung konnten wir den Bulli in Nullkommanix einräumen und noch am gleichen Tag Richtung Potsdam aufbrechen, wo wir unsere erste Nacht verbrachten.

Unsere Route und Tagesziele sind der abgebildeten Karte zu entnehmen und für alle reiselustigen zum Nachfahren zu empfehlen. Unser treuer Reisebegleiter Bogumil brachte uns im Uhrzeigersinn über acht Küstennationen einmal um die Ostsee wieder nach Hause. Angefangen bei der deutschen Ostseeküste begleitete er uns nach Dänemark, Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen und ins Nachbarland Polen. Unbedingt mit einzukalkulieren auf einer Ostseeumrundung im Camper – wetterfeste Kleidung. Es war oft windig und regnerisch. Die Ostsee hatte eine Wassertemperatur um 10°C und wir mussten nachts das eine oder andere Mal sogar heizen. Sieht man bei diesem Wetter Radwanderer, weiß man doch die rollende, komfortable Unterkunft noch mehr zu schätzen.

Mit 22 Tagen auf der Straße und entspannten sechs Tagen am Strand oder bei anderen Sehenswürdigkeiten haben wir insgesamt etwa 6.000 km zurückgelegt. Der Spritverbrauch lag dabei im Schnitt bei nur 9 l auf 100 km, was für einen älteren Diesel recht sparsam ist. Mit der Länge der Strecke und der Tagesetappen haben wir uns auch sehr wohl gefühlt. Das Schöne beim Campen ist ja, dass man überall anhalten kann, wo es einem gefällt. Unterwegs haben wir je nach Lust und Laune selbst gekocht, an der heißen Theke im Supermarkt oder in Gaststätten gegessen. Die Preise waren auf der gesamten Reise akzeptabel. Ein weiterer Vorteil dieser Art zu reisen: Man ist für jeden Bedarfsfall ausgestattet. Für das nächste Mal haben wir aber gelernt, etwas systematischer zu packen. Bei dieser Reise waren wir vor allem anfangs ständig mit Suchen beschäftigt.

Wir stellen fest: Diese Reiseart, unterwegs mit einem Campervan, hat unsere Erwartungen überstiegen. Wir freuen uns, dass Campereigner über das Campersharing kostengünstige Angebote ermöglichen. Jeanette und Frank danken wir für die sorgfältige Wartung und Instandhaltung des Bogumil. Möge er noch vielen Campingfreunden – vielleicht auch wieder uns – interessante Eindrücke bescheren. PaulCamper wünschen wir weiter viel Erfolg mit der Geschäftsidee.

Theresia und Dietrich Adam