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PaulCamper
1416 EUR24 Nächte3 min
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Skandinavien Juni 2013 mit Herr Nilsson

Ende März war ich nach nur einem Telefonat und einem Treffen mit Dirk von PaulCamper total angefixt von der Idee, einen eigenen Camper zu besitzen, auszubauen, die Elternzeit darin zu verbringen, und dann über PaulCamper mit anderen zu teilen. Nach 6 Wochen intensiver Suche auf mobile.de, vielen angeschauten Campern, 7 Wochenenden intensiven Ausbau mit 14-Stunden-Tagen, konnte unsere Skandinavien Rundfahrt mit dem 7-Monate alten Ole dann endlich beginnen.

skandinavien rundreise mit camper

Etappe 1: Von Berlin nach Stockholm (2 Tage)

Wir fahren von Berlin nach Rostock zum Überseehafen, und von dort mit der Fähre nach Trelleborg. Die Überfahrt dauert 5 h und kostet ca. 100 Euro (ohne Kabine). Man kann aber auch im Kinderland schlafen. Zumindest ich mache davon Gebrauch ;-)

In Schweden übernachten wir das erste Mal zu dritt in meinem Camper Herr Nilsson, ein VW T4 Transporter. Alles funktioniert, das Bett ist bequem und groß genug, der Kühlschrank so leise, dass man ihn fast nicht hört, auch Linda und Ole finden das Übernachten im Camper toll. Mir fällt ein Stein vom Herzen.

Wir fahren von Trelleborg über Malmö und Jönköping nach Stockholm. In Stockholm angekommen dürfen wir dann neben einer Stadtrundfahrt per Boot die Hochzeit der Prinzessin bewundern. Die Stadt ist toll, wir wollen nochmal kommen und ein paar Tage hier verbringen. Jetzt aber treibt es uns weiter in die Natur.

Etappe 2: Von Stockholm nach Lulea (4 Tage)

Wir fahren die Ostküste Schwedens nach Norden bis Lulea. Je nördlicher wir kommen, umso bewaldeter und menschenleerer wird die Gegend. Und es wird immer später dunkel. Wir übernachten einmal erhöht über einem Tal mit Hängebrücke und können einen wundervollen Sonnenuntergang beobachten. Jeden zweiten Abend braten wir frischen Lachs auf unserem Campingkocher. Der Lachs schmeckt in Schweden dreimal so gut wie zuhause! In Lulea haben wir das nördliche Ende der Ostsee erreicht.

Etappe 3: von Lulea nach Bodö in Norwegen (3 Tage)

Wir verlassen die Küste und fahren ins Landesinnere. Überall Wald, soweit das Auge reicht. Hin und wieder kommt ein Fahrzeug entgegen. Auf dem Weg machen wir halt am Storforsen, Skandinaviens größter Stromschnelle. Die Sonne geht mittlerweile nur noch für knapp 2 h unter, dunkel wird es gar nicht mehr. Der Schlafrhytmus gerät völlig durcheinander, selten sind wir vor 1Uhr nachts im Bett. Wir überqueren erst den Polarkreis und dann die Norwegische Grenze.

Etappe 4: Von Bodö nach Trondheim (8 Tage)

Wir fahren den Kystriksveien, die berühmte Touristen-Küstenstraße E17. Die Straße schlängelt sich die Fjorde entlang, zwischendrin muss man immer mal die Fähre nehmen, weil die Straße einfach so am Wasser endet. Die Fährverbindungen sind teuer, für den gesamten Weg geben wir fast 300 Euro dafür aus. Dafür ist die Aussicht vielerorts atemberaubend. Die Straßen fahren sich toll, überall herrscht Höchstgeschwindigkeit Tempo 80 kmh. Es gibt Tunnel, die von Sicherheitsstandards noch nichtmal was gehört haben. Wir fahren über tollen Brücken, übernachten am Saltströmen, schauen uns Gletscher an und sehen sogar ein paar Elche!

Etappe 5: Von Trondheim nach Oslo (3 Tage)

Da man an der Küste aufgrund der Fjorde nur langsam vorankommt, fahren wir von Trondheim nach Oslo im Landesinneren. Von Einheimischen bekommen wir den Tipp, über Roros zu fahren, ein altes Bergbaustädtchen. Die Strecke durch die Berge ist fantastisch! Kurz vor Oslo befindet sich dann das einzige Autobahnstück in Norwegen, auf dem man 100 kmh fahren darf. Wahnsinn!!

Der Reiseführer sagt, dass man trotz der hohen Preise mal einen Rentierbraten essen soll. Wir machen das in Oslo, in einem eher bürgerlichen Restaurant. 2 mal Rentierbraten und 2 Biers. Kostet insgesamt 113 Euro. Autsch!

Etappe 6: Von Oslo nach Kopenhagen und zurück nach Berlin (4 Tage)

Von Oslo aus fahren wir die schwedische Westküste zurück bis nach Kopenhagen. Die Westküste in Schweden ist rauher und landschaftlich interessanter als die Ostküste. Ein Erlebnis ist die Fahrt über den Öresund und die gleichnamige Brücke. Wir verweilen noch einen Tag in Kopenhagen und stellen fest, dass es eine sehr lebenswerte Stadt ist!