PaulCamper
1298 EUR22 Nächte4 min

Paul

CampingBus
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Raus aus dem grauen Alltag, rein ins grüne Leben! Paul Camper ist mit Allem ausgestattet, was man zum Campen benötigt. Dabei fährt er sich wie ein Auto. Mit Camper Paul fing die Geschichte von PaulCamper an. Die erste Reise führte durch Kroatien. Seit dem hat er schon viele Länder bereist und hat noch niemanden im Stich gelassen. Paul könnt Ihr von April bis Oktober besichtigen. Einfach, persönlich und sicher unseren VW T4 Camper mieten. Hier könnt Ihr ein paar Reiseabenteuer mit Paul nachlesen: z. B. die Spanienumrundung mit den beiden Studenten Franz und Plato, eine Kurzerholung am Gardasee, Julias Flucht aus dem Alltag Richtung Polen, Antjes und Stefans Campingtour durch Tschechien, die Slowakei und Ungarn oder die Safari über den Serengeti-Park zur Ostsee.
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Reisebericht Iberische Halbinsel

Einmal bis zum Horizont und zurück...

Lange hatten wir es uns schon vorgenommen. Völlig unabhängig mit einem Bulli durch Europa zu schunkeln. Anhalten, Schlafen und Verweilen wo es gerade am besten gefällt. Für uns hieß das grobe Vorhaben „einmal um die iberische Halbinsel“. Im Juli 2011 war es dann soweit und ein Traum sollte in Erfüllung gehen…

Wir starteten in Köln und holten Paul Camper ein paar Tage früher von Berlin. Über Belgien ging es nach Frankreich, wo wir die erste Nacht in unserem mobilen Wohn-und Schlafzimmer verbrachten. Spät war es geworden, als wir im idyllischen Städtchen „Argent sur Sauldre“ unser Lager aufschlugen und den Grill in Schwung brachten.

Am nächsten Tag waren wir glücklich mit einer Katzenwäsche. Mit einem Baguette unterm Arm spazierten wir zur „Dune du Pilat“, der größten Wanderdüne Europas. Als wir am Strand die Sonne im Atlantik untergehen sahen, kam mit einer leckeren Flasche Wein und sanften Brise das erste Urlaubsfeeling auf. Paul hatten wir dabei im Auge, denn nur wenige Meter vom Strand hatten wir in einer Nebenstraße einen Schlafplatz gefunden.

Regen begleitete uns auf dem Weg nach „Pamplona“. Dennoch brunchten wir locker entspannt auf einer südfranzösischen Alm, denn der Anblick der Pyrenäen direkt vor uns ließ uns den Nieselregen fast vergessen. Bergauf, bergab in Schrittgeschwindigkeit bei 30m Sichtweite rollten wir langsam voran. Schuld hatten mehrere gesperrte Tunnel. Auf spanischer Seite wurde der Himmel lichter und mit Van Morrison, den Stones und Co. kamen wir gut gelaunt im 30°C heißen Pamplona an. Wir wunderten uns über die einheitlich weiß gekleideten Spanier mit ihren roten Tüchern. Überrascht stellten wir fest, es war „Festwoche in Pamplona“ mit der berüchtigten Stierjagd in den Straßen und Kämpfen in den Arenen. Planlos standen wir an einer roten Ampel und folgten einem Schild „Plaza de Torros“. Wir setzten den Blinker und schon standen wir vor der Stierkampfarena während ein freier Parkplatz uns glücklich zulächelte.

Nach dem beeindruckendem Spektakel und einer langen Partynacht sehnten wir uns nach einem faulen Tag am Strand. Wir fuhren über „San Sebastian“ an der spanischen Atlantikküste entlang und obwohl wir nicht so richtig fündig wurden, war die kilometerlange Fahrt an der Küste zugegebenermaßen sehr beeindruckend. In einer Lichtung nahe dem kleinen Ort „Mendexa“ ließen wir den Tag dann gemütlich ausklingen.

In den folgenden Tagen verschlug es uns entlang der Nordküste in Richtung Galizien. Trotz verhaltenem Sommerwetter genossen wir eine schöne Zeit in dem Fischerdorf „Curdillero“, welches wir dank unseres verirrten Navis und ein paar gesperrter Straßen entdeckten. Eingebettet in einer Steilküste, mit bunten Häusern und engen steilen Gassen freuten wir uns das charmante Dorf und seine eher zurückhaltenden Einwohner kennenzulernen. Der gute „Tinto de Verano“, der uns von Haus zu Haus eingeschenkt wurde, erschwerte ein wenig unseren nächtlichen Rückweg zu Paul Camper.

 

Am darauffolgenden Tag hielten wir im galizischen Ort „Ortigueira“. Nordspanischer geht es nicht und das spürten wir deutlich. Diese Gegend ist nicht sehr touristisch. Man lebt hier noch von der Fischerei, Landwirtschaft und vom Kleinhandwerk. Über „La Coruna“, wo der dicke Herkules sein Unwesen trieb, ging es in die Studenten- und Pilgerstadt „Santiago de Compostela“, ein absolutes Muss, wenn man in der Nähe ist! Tagtäglich endet hier für viele Pilger die lange Wanderung auf dem berühmten Jakobsweg und man genießt den mittelalterlich erhaltenen Charakter der Stadt.

Nach einer Woche Frankreich und Spanien ging die Reise weiter nach Portugal. „Valenca do Minho„, direkt an einer Befestigungsanlage, welche die Portugiesen vor den Spanien schützte, war der perfekte Spot für selbstgegrillten Fisch und portugiesischen Wein. Die nächsten Tage streiften wir endloslange Weingebiete und Pinienwälder, sahen mittelalterliche Stadtfeste und kamen irgendwann in „Coimbra“ an. Eine wirkliche Studentenstadt, denn ohne ihre Studenten würde Coimbra nur die Hälfte der Einwohner zählen. Augenzeugen berichteten uns, dass während des Semesters jede Nacht zum Tag gemacht wird. In den Semesterferien dagegen hat die Stadt eher etwas von einer Geisterstadt. Kleine enge, dunkle Gassen, viele streunende Katzen und unbewohnte Wohnungen und Häuser sieht man dann.