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Wohnmobil Isolierung: Das richtige Material für das ideale Ergebnis

 

Dein Wohnmobil ist nicht nur ein Urlaubsgefährt, es ist dein Zuhause auf Rädern. Und um sich zu Hause auch so richtig wohlzufühlen, gehört ein passendes Raumklima einfach dazu. Um dieses möglichst effizient und ohne übermäßigen Energieaufwand gestalten zu können, ist eine durchdachte Wohnmobil Isolierung wichtig. Aber keine Sorge, eine gute Wärmedämmung für dein Wohnmobil ist gar nicht so kompliziert wie es dir vielleicht auf den ersten Blick erscheint.

 

Wir helfen dir auf deinem Weg von der blanken Wagenwand zum isolierten Wohlfühl-Camper.

 

Dabei gibt es vier entscheidende Aspekte, die du beachten musst:

 

Wohnmobil Isolierung außen

 

Geeignete und ungeeignete Materialien für die Wohnmobil Isolierung

Die Qualität deiner Dämmung und Isolierung in deinem Camper hängt von der richtigen Materialwahl ab. Wenn du die gesammelten Tageszeitungen des letzten Jahres hinter die Seitenverkleidung stopfst, wirst du mit der Dämmwirkung weniger zufrieden sein als mit alternativen Materialien.

 

Es gibt zahlreiche Materialien, die für die Isolierung deines Wohnmobils in Frage kommen. Allerdings sind definitiv nicht alle gleichermaßen geeignet. Besonders die günstigen Alternativen für die Isolierung deines Kastenwagens solltest du genauer betrachten, bevor sie zum Einsatz kommen. Im Umkehrschluss bedeutet das jedoch nicht, dass eine gute Wärmedämmung im Camper zwingend teuer sein muss. Hier findest du vier Alternativen für die Wohnmobildämmung:

 

Styropor:

Styroporplatten sind ein durchaus verbreitetes Isolationsmaterial. Sie sind für den Camperausbau allerdings eher ungeeignet. Trotzdem findest du nicht wenige Wohnmobile, die mit Styropor oder auch Styrodur isoliert wurden. Die Platten sind nicht flexibel und passen sich somit schlecht bis gar nicht an die eher gewölbten Wände des Wohnmobils an. Dadurch wird dir das Verkleben erschwert und ein optimales Ergebnis nervenaufreibend und fast unmöglich gemacht. Hinzu kommt eine miserable Bilanz, was das Thema Feuerfestigkeit und Sicherheit angeht. Noch dazu kann Styropor ziemlich nervig quietschen, wenn es aneinander reibt.

 

Glaswolle:

Du kennst sicher die gelben aufgerollten Glasfasermatten, die für gewöhnlich im Hausbau als Isolationsmaterial genutzt werden. Generell ein Material, was die Wärmedämmung des Wohnmobils erfüllt. Allerdings nimmt es Feuchtigkeit auf und müsste daher zusätzlich mit einer Dampfsperre versehen werden. Riesiger Aufwand für ein Material, das alles andere als hautverträglich ist und sich jede noch so kleine Ritze zum Wohnmobilinsassen sucht. Daher leider auch eher ungeeignet für unsere Zwecke.

 

Armaflex/Armacell/X-trem Isolator:

Den Wohnmobildämmstoff der Zukunft und Gegenwart findest du, wie die Überschrift verrät, unter vielen unterschiedlichen Namen. Das Material ähnelt Camping Iso-Matten. Es handelt sich um einen geschlossenporigen Schaumstoff mit guten Isolationswerten und geringer bis gar keiner Feuchtigkeitsaufnahme. Die Schaumstoffbahnen lassen sich leicht verarbeiten und sind in selbstklebender und nicht-selbstklebender Variante verfügbar. Preislich vergleichbar mit den anderen Alternativen, aber deutlich besser für dein Projekt geeignet. XPS ist ein weiterer Schaumstoff, der jedoch deutlich starrer ist und daher etwas schwerer und unhandlicher verarbeitet werden kann.

 

Umweltfreundliche Alternative:

Armaflex/Armacell/X-trem Isolator eignet sich zwar wunderbar für dein Projekt, ist aber nicht sehr umweltfreundlich. Wenn du auf der Suche nach einer ökologisch gut geeigneten Wärmedämmung bist, kannst du nach Hanf-Matten oder Korkplatten Ausschau halten. Hanf-Matten sind aber in Hinblick auf die Feuchtigkeitsaufnahme nicht ideal (ähnlich der Glaswolle). Korkplatten sind relativ flexibel, gut zu verarbeiten und mit guten Dämmeigenschaften gesegnet. Der Nachteil liegt im etwas höheren Preis für das Isolationsmaterial. Du möchtest der Umwelt etwas Gutes tun? Nimm Hanf-Matten oder Kork zur Dämmung.

 

Wohnmobil Isolierung Kork Platten

 

Wohnmobil Isolieren: Anleitung zur Wärmedämmung

Nachdem du dich für ein Dämmmaterial entschieden hast, geht es an die Anbringung der Materialien. Diese unterscheiden sich natürlich abhängig vom Material, lassen sich aber grundsätzlich in zwei Felder unterteilen:

 

  • Selbstklebende Materialien
  • Anbringung mit Zwei-Komponenten Kleber

 

Selbstklebende Wohnmobil Isolierung eignet sich besonders, wenn du im Umgang mit Zwei-Komponenten Klebern ungeübt bist und wenn du dich zum ersten Mal an das Thema „Camper isolieren“ heranwagst.

XPS Hartschaummatten oder Styropor/Styrodur-Platten werden in der Regel mit einem Zweikomponentenkleber angebracht. Dabei solltest du unbedingt auf die Verträglichkeit von Kleber und Material achten. Denn der Kleber könnte Stoffe enthalten, die deinem Dämmmaterial schaden und es eher zersetzen, als es an dein Wohnmobil zu kleben.

 

Du bist ein ungeübter Bastler? Selbstklebende Materialien, wie z. B. Armaflex oder X-trem Isolator von Reimo bieten eine unkomplizierte Montage. Plastikfolie von der selbstklebenden Seite abziehen und schon kann man die Schaumstoffmatten an den gewünschten Stellen anbringen.

 

Ob selbstklebend oder nicht, vor dem Anbringen der Isolierung musst du den Untergrund vorbereiten und tragfähig machen. Tragfähig heißt in dem Fall trocken, staub-, dreck- und vor allem fettfrei. Vor dem lustigen Loskleben geht es also erst einmal an das nicht so lustige Saubermachen.

 

Ist der Untergrund vorbereitet, kann die Isolierung angebracht werden. Hier gilt es jegliche Lufteinschlüsse unter dem Isolationsmaterial zu vermeiden, denn jede Luftblase führt bei Temperaturwechseln zu Kondensation und somit zur Feuchtigkeitsbildung hinter der Isolierung. Dein Ziel ist es aber, durch eine Verklebung ohne Lufteinschlüsse, den sogenannten Taupunkt von der Wohnmobilwand nach innen zu verlagern. Heißt, wenn du es schaffst, die Isolierung ohne Lufteinschlüsse zu verlegen, entsteht keine Feuchtigkeit mehr zwischen Wand und Isolierung.

 

Die Folge: Kein Rost, kein Vermodern und deine Isolierung klebt langfristig an den Stellen, an denen du sie auch haben wolltest. Aber welche Stellen sind das eigentlich?

 

Wohnmobil Isolierung Innen

 

Die richtigen Stellen für die Wärmedämmung und mögliche Schwachstellen

Die Frage nach den richtigen Stellen für die Wohnmobil Isolierung ist schnell beantwortet: Alle!

Aber am Ende des Tages ist die Lösung leider nicht so einfach, wie es die Antwort vermuten lässt. Denn falls du Wert darauf legst, auch mal vom Esstisch einen Blick nach draußen zu werfen, schadet eine fensterähnliche Öffnung in deiner isolierten Fläche nicht.

Grundsätzlich gibt es drei entscheidende Stellen für die Wärmedämmung deines Campers:

    • Boden
    • Decke
    • Seitenwände

 

Wir empfehlen dir, diese Flächen vollständig mit deinem Isolationsmaterial zu bedecken, denn es sind die größten Flächen, die dein Wohnmobil bietet. Somit machen diese Flächen den Großteil deiner Dämmwirkung aus. Fenster und Türen solltest du natürlich aussparen, allerdings möglichst bis ganz an den Rand isolieren. Für schwer erreichbare Stellen gibt es auch Isolierbänder in Klebestreifen-Format, die sich besonders an Tür- und Fensterrändern bewährt haben. So erreichst du auch um die Wohnmobilfenster herum eine gute Dämmwirkung.

 

Der Boden ist eine der größten Kältebrücken im Camper und ist daher für eine effektive Wohnmobil Boden Isolierung sehr wichtig. Wir empfehlen dir, die Isolierung nicht mit dem Fahrzeugboden zu verkleben, damit man den Boden zum Beispiel für Rostarbeiten unkompliziert erreichen kann. Du kannst die Wärmedämmung hier „schwimmend“ verlegen, d. h. ohne zu verkleben. In dem Fall wird die Dämmung durch das Gewicht der Bodenplatte und der Möbel an den Fahrzeugboden gedrückt und verrutscht nicht. Alternativ kannst du das Isolationsmaterial aber auch an die Unterseite deiner Bodenplatte kleben.

 

Schwachstellen:

Jede noch so gute Wohnmobil Isolierung hat auch seine Schwachstellen. In der Regel sind das Fenster, Türen und Wärme-/Kältebrücken in Form von Karosserieteilen, die Innen und Außen verbinden. Während du die Fenster bei Bedarf mit passenden Thermomatten für dein Fahrzeugmodell isolieren kannst, gestaltet sich das bei Wärme- und Kältebrücken nicht ganz so einfach.

 

Sollte es sich bei diesen Karosserieteilen um größere Flächen handeln, könntest du diese mit Armaflex bekleben und für eine schönere Optik anschließend mit einem selbstklebenden Vlies überziehen. Viele Camper füllen diese Hohlräume zusätzlich mit Bauschaum aus. Davon raten wir dir aber ab, da es keinen großen Effekt hat, solange die Karosserieteile weiterhin eine Brücke zwischen Außen und Innen bilden.

 

Wohnmobil Isolierung Fenster Tueren Quelle Foto: https://www.wohnmobilforum.de/w-t97502.html

Fazit der Wohnmobil Isolierung

Gutes Material für deine Wohnmobil Isolierung ist die halbe Miete für ein erfolgreiches Ergebnis. Achte beim Anbringen auf einen sauberen und gut vorbereiteten Untergrund und versuche das Material ohne Lufteinschlüsse zu verkleben. Deine Isolierung ist am effektivsten, wenn sie alle großen Flächen bedeckt und möglichst wenige Wärmebrücken offen lässt. Die Schwachstellen deiner Isolierung können durch Feinarbeiten und Hilfsmittel wie Thermomatten reduziert werden.

 

Du bist vorbereitet und legst mit deiner Isolierung des Wohnmobils los? Wir wünschen dir viel Spaß dabei!

 

Möchtest du zusätzlich dein Wohnmobil innen verändern? Du bekommst wertvolle Tipps in unseren Artikeln Camper Ausbau und Wohnwagen renovieren, die du natürlich auch auf dein Wohnmobil anwenden kannst.