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Urlaub in Cornwall – Rundreise in Großbritanniens Karibik

Wildes Moorland, raue Klippen und Strände wie in der Karibik: Cornwall ist vielseitig und sollte definitiv ein Punkt auf der Liste deiner Reiseziele werden. Wir haben die wunderschönsten Ecken, nützliche Informationen und lokale Spezialitäten für eine Cornwall Rundreise zusammengetragen.

Cornwall kann mehr als weiße, feinsandige Strände: Im süd-westlichsten Teil Großbritanniens leben die vermutlich nettesten und gastfreundlichsten Menschen Europas mit eigener Sprache, ein wenig merkwürdigem Humor und ganzjähriger Shorts-und-T-Shirt-Mentalität. In Kombination mit atemberaubend schönen Küsten, erstklassiger Pub-Kultur und spannenden Küstenwanderwegen entsteht eine wirklich dringend zu besuchende Gegend. Damit du deine Reise optimal planen kannst, findest du hier alle wichtigen Informationen.

Zum besseren Überblick hier das Inhaltsverzeichnis

1. Cornwall als Reiseziel

2. Fähre nach Cornwall

3. Beste Reisezeit Cornwall

4. Cornwall Rundreise

5. Wandern in Cornwall

6. Cornwall mit Kindern

Cornwall als Reiseziel

Cornwall liegt im Südwesten Großbritanniens und beginnt im Süden etwa bei Plymouth und endet im Norden bei Morwenstow. Die bekanntesten Orte sind Newquay, St. Ives, Falmouth, Penzance, St. Austell, Truro, Padstow, Bude und Tintagel.

Trotzdem gibt es auch ganz viele weitere Orte, die sich für einen Besuch lohnen. Unter den rund 565.000 Bewohner Cornwalls finden sich auch die “Cornish People”: eine von den alten Kelten abstammende Volksgruppe mit einer eigenen Sprache und Kultur. Gern treffen sich aber auch Zugezogene und Touristen mit den Einheimischen zwischen zwei und vier zu Cream Tea zusammen. Vielleicht, so unsere Vermutung, sind die Menschen aus Cornwall dabei sogar die nettesten Menschen der Welt. 

Cornwall als Reiseziel: So sehen Norden, Süden und Scilly Inseln aus

Die Häuser in den Dörfern Cornwalls sind schiefer- oder reetgedeckt, und in ihnen wohnen in kleinen Dörfern Fischer, die jeden Tag hinauf aufs Meer fahren, um diesem Krabben, Hummer, Makrelen und Co zu entlocken. 

Landschaftlich unterscheiden sich der Norden und der Süden Cornwalls etwas. Während im Norden die keltische See (ein Teil des Atlantischen Ozeans) die Küste prägt und sich wildere Landschaften mit hohen, rauen Klippen und Stränden abwechseln, wird der Süden auch Cornwalls Riviera genannt. Die Küsten sind hier geschützter, die Strände grobsandiger und der Wind schwächer. 

Im Inland triffst du auf weitläufige Moorlandschaften und auf der Lizard Peninsula prägen ganz besondere dunkelgrüne und rote Felsen einer ursprünglich ozeanischen Erdkruste die Landschaft. Du siehst schon: Das Reiseziel Cornwall hat extrem viel zu bieten. Auf der fruchtbaren Erde wachsen Pflanzen wie Palmen, Rhododendron und andere seltene Pflanzen wie Cornish Heath. Außerdem gehören die Scilly Inseln zu Cornwall: Mitten im Golfstrom gelegen, profitieren die Inseln von viel Sonne und mildem Klima. 

Die beliebtesten Strände Cornwalls sind unserer Meinung nach Kynance Cove und Sennen Cove. Aber auch Portreath Beach, Heyle Towans Beach, Porthcurno Beach oder Summerleaze Beach sind mit kristallklarem Wasser, tollen Wellen und dramatischen Felsen super schön. Hier findet ganz sicher jeder seinen eigenen Lieblingsstrand.

Cornwall ist ein Paradies für Wassersportler und Meer-Freunde

Apropos Strand: Cornwall ist ein Mekka für Wassersportler. Vor allem Surfer und Segler kommen hier an jeder Ecke voll auf ihre Kosten. Neben zahlreichen Surfer und Surferinnen findet man außerdem sogar Seehunde und Riesenhaien vor der Küste. Du kannst aber auch Kanufahren, Paddeln oder Klettern. 

Wie es sich für eine Küstennation gehört, sind Fisch und Meeresfrüchte übrigens ein Muss auf jeder Speisekarte. Erstaunlicherweise sind aber die “Cornish Pasties” am berühmtesten in Cornwalls Küche. Die meist mit Rinderhackfleisch, Kartoffeln, Zwiebeln und Rüben gefüllten Pasteten sind überall in der Region zu finden. Wirklich cool aber: In jedem noch so entlegenen Dörfchen gibt es leckere vegane und vegetarische Alternativen! 

Die wichtigsten Informationen zur Reise nach Cornwall findest du auch in unserer Infografik ganz unten.

Fähre nach Cornwall

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, vom europäischen Festland nach Großbritannien zu kommen: Wenn man mit dem Auto oder Wohnmobil unterwegs ist, bieten sich aber die Fähre über oder der Tunnel unterhalb des Ärmelkanals an. 

Die klassische Fähre von Calais nach Dover bringt dich innerhalb von eineinhalb Stunden auf die britische Insel. Allerdings kann man auch von Cherbourgh-Octeville nach Poole fahren und ist dann nur noch ein bisschen mehr als zwei Stunden von Plymouth, dem östlichsten Ort in Cornwall, entfernt. Diese Fährüberfahrt nach Cornwall dauert allerdings etwas mehr als vier Stunden. Positiv daran: Man spart sich einige Kilometer Linksverkehr. 

So viel kostet die Fähre nach Cornwall


Preislich gestalten sich beide Fähren nach Cornwall etwas unterschiedlich: Eine Fährüberfahrt für eine Person mit einem VW T4 Bulli kostet im September von Calais nach Dover zwischen 160,00 Euro und 220,00 Euro (Hin- und Rückfahrt) und von Cherbourg nach Poole zwischen 470,00 und 650,00 Euro. Das liegt vor allem an der Beliebtheit der Fähre von Calais nach Dover: Sie ist dadurch viel günstiger. 

Von Dover nach Plymouth benötigt man allerdings rund sechs Stunden. Dies solltest du bei der Planung berücksichtigen. 

Beste Reisezeit Cornwall

In der Hauptsaison von Ende Juni bis Ende August kann es gut sein, dass an den Stränden so viel los ist, dass du kaum noch Platz für das eigene Handtuch findest. Allerdings sind das auch die wärmsten Monate, in denen man noch am besten in den Küsten von Cornwall baden gehen kann. Nebensaison und damit auch für Cornwall-Besucher etwas luftiger und entspannter sind die Monate März bis Mai und September bis Oktober

Im Frühling blühen die teilweise tropischen Pflanzen in Cornwall und die ganze Gegend sieht einfach herrlich aus. Die Temperaturen sind allerdings noch recht kühl und bewegen sich in der Regel zwischen 8°C und 16°C. Die meisten Sonnenstunden gibt es von Mai bis August, am wenigsten Regen statistisch gesehen zwischen April und September.

Cornwall ist die sonnigste Region in England – du kannst dir
daher die beste Zeit für deine Reise nach Cornwall selbst aussuchen.

September und Oktober bieten sich als Reisezeit in Cornwall sowieso an, denn die warmen Temperaturen halten sich in Cornwall länger als im Rest der Insel. Bis November kann man mit zweistelligen Temperaturen zwischen 17°C und 10°C rechnen. Und im goldenen Oktoberlicht kann sich Cornwall wirklich genauso gut sehen lassen. Das Meer hat im Oktober immer noch 14°C und ist damit nur drei Grad kälter als im wärmsten Monat August. 

Was für dich selbst die beste Reisezeit in Cornwall ist, musst du daher selbst entscheiden. 

Cornwall Rundreise

In unserer Reise über vier Wochen mit dreiköpfiger Familie und Wohnmobil sind wir in Berlin gestartet und dann nach einem Zwischenstop in Holland und Frankreich mit der Fähre nach Poole gefahren. Nach der ersten Zollkontrolle und mit Linksverkehr führte uns der Weg dann in die East Devon Area of Outstanding Natural Beauty. Jap, das heißt genau so. 

Cornwall profitiert vom warmen Golfstrom – und so wachsen
und blühen hier seltene Pflanzen wie verrückt.

Die Jura-Küste ist UNESCO-Weltkulturerbe und mit Palmen, grünen Küsten und wunderschönem klaren Wasser ein toller Start des Roadtrips in Cornwall. Food-Tipp des Tages: Suicider im Kanister kaufen und probieren.

Stopp 2 in Cornwall ist St. Marys Beach Richtung South Devon. Am Hafen in Brixham fanden wir riesige Fish-and-Chips-Portionen und einer überraschend großartigen Straßenband. Hier fiel uns das sogenannte “Crabbing” zum ersten Mal auf. Food-Tipp des Tages: Millionaires’s Shortbread. 

Stopp 3 ist St. Austell: Am Carlyon Beach gibt es Cornish Soft Ice und viel Regen. Aber am nächsten Tag kam die Sonne wieder heraus und wir entdeckten Minigolf. 

Auf dem Weg nach Porthleven kamen wir zu den Lost Gardens of Heligan mit Stein- und Pflanzenskulpturen, Dschungel und Hängebrücken. 

Lizard stand als nächstes auf unserer Liste. Dort liegt Henry’s Campsite, ein abgelegener, sehr liebevoll und hippie-esker Campingplatz. Das erste Mal betraten wir hier den South West Coast Path. Am Lizard Head hatten wir sogar das Glück, einen wilden Seehund zu sehen. Von hier geht es auch in die andere Richtung zu Kynance Cove, einem der schönsten Strände Cornwalls. Food-Tipp des Tages: Cornish Pasty mit Cheddar Cheese und Newlyn Crab.

Der fünfte Stopp ist Land’s End. Hier besuchten wir das Minack Theatre und waren wirklich begeistert. Selbst für einen Fünfjährigen war die Wanderung dorthin und das Shakespeare-Theaterstück ein echtes Erlebnis. Land’s End selbst wartete mit Regen und grauer Wolkenfront und hatte auch sonst recht wenig zu bieten. 

Auf geht’s in den zweiten Teil der Rundreise Cornwall: Land’s End, Penzace, Newquay und Tintagel

Sieht man nur bei Ebbe: Schiffswracks an der Küste Cornwalls

Zwischen Land’s End und Sennen gibt es ein Schiffswrack, das man bei Ebbe besichtigen kann. Die Sennen Cove ist wunderschön und hatte wunderschöne Wellen und viel Wind zu bieten.

Stopp 6 ist Penzance. Die erste plastikfreie Stadt Englands liegt etwas abseits der Küste und ist relativ touristisch. Hier kann man über den zauberhaften The Edge of the World Bookshop stolpern. Weiter ging es noch am selben Tag nach St. Ives. Dort ist ein weiterer toller Abschnitt des Küstenwanderwegs, den man super auch mit Kids wandern kann.

Auf Penzance folgt Newquay. Eine gute Schlecht-Wetter-Alternative für Kinder ist dort vor allem das Aquarium. Danach geht es gleich weiter nach Dennis Cove. Dort kann man richtig gut auf dem Camel Trail Fahrrad fahren. Ausflugstipp: Das Atlantic Ocean Café bei Wadebridge

Bei Padstow finden sich einige Restaurants und ein Deli von Rick Stein, einem bekannten Fernsehkoch aus England. Einfach mal versuchen: Scottish Eggs, ein gekochtes Ei umhüllt mit Hackfleisch, welches dann paniert und frittiert wird. 

Stopp 8 ist Tintagel: Mit schroffen Küstenfelsen und saftigem, grünem Gras allein schon optisch ein echtes Highlight. Der Pub unserer Wahl war Ye Old Malthouse Inn. Dorthin läuft man rund 3 Meilen vorbei an kleinen Schluchten, entspannten Kühen und ganz viel Wiese. Ganz dringend zu empfehlen: Ein Besuch der Wasserfälle in St. Nectan’s Glen. Diese liegen inmitten von tropischem Grün und sind offenbar das Zuhause von vielen verschiedenen Gnomen und Feen. Ein wirklich wunderbares Ende unserer Rundreise Cornwall.

Danach ging es für uns an London vorbei nach Dover, Calais und Eindhoven und schließlich wieder nach Berlin zurück. 

Wandern in Cornwall

An welchem Strand in Cornwall du dich auch befindest und egal, ob du rechts oder links abbiegst, du befindest dich in den allermeisten Fällen auf dem South West Coast Path. 630 Meilen Wanderweg direkt an der Küste machen ihn zum längsten Wanderweg des vereinigten Königreichs. Der Küstenpfad hat einfache, mittlere und schwere Etappen und eignet sich so gleichfalls für Familien, Wanderfreaks und Hunde, solange diese mit spontan auftauchenden Kühen umgehen können. Viele Sehenswürdigkeiten in Cornwall sind vom South West Coast Path aus zu entdecken. 

Während du auf dem South West Coast Paths deiner Wege gehst, kannst du Schiffswracks (zum Beispiel an der Coast of Legends bei Hartland Point, an der Menabilly Cove oder  ) entdecken und das Weltkulturerbe “Cornish Mining World” mit der restaurierten Zinnmine in Geevor besuchen. Wenn gerade Ebbe ist, kannst du zur majestätischen Burg St. Michaels Mount wandern und wenn du Lust auf Menschen oder einfach Hunger hast, bewege dich Richtung Mousehole, der wohl hübschesten Kleinstadt Cornwalls. 

Absolutes Highlight ist außerdem das Minack Theatre: dem alten Amphitheater mit atemberaubender Meeres-Kulisse und tollen Theaterstücken. In Bude befindet sich übrigens ein einzigartiger Meerespool. Tintagel ist als legendärer Geburtsort König Arthurs bekannt und mit seiner mystischen Statue König Arthurs definitiv auch einen Besuch wert. 

Cornwall mit Kindern

Unsere SEO-Spezialistin Steffi war mit ihrer kleinen Familie und Wohnmobil im Mai und Juni für einen ganzen Monat in Cornwall. Wie das so lief in Cornwall mit Kind und wie man so eine Reise insgesamt vorbereitet, hörst du dir am besten direkt in unserem “Rastlos – Der PaulCamper Podcast” an. 

Sei fast live dabei: Wir haben Steffi und ihre Familie alles zum Urlaub in Cornwall
mit Kind befragt – Unbedingt reinhören!

Feiner weißer Strandsand, gruselige Spukschlösser, bunte Muscheln und viele Tiere: Cornwall ist auch für Kinder ein tolles Reiseziel! Zwar ist Cornwall die sonnenreichste Gegend Englands, trotzdem solltet ihr im Vorfeld Gummistiefel, winddichte Jacken und Neoprenanzug einpacken. Auch wenn die Sonne scheint (Sonnencreme mitnehmen!) ist es kälter als an der Ostsee. 

Ausflugsziele für Kinder in Cornwall

Coole Ausflugsziele für deine Kids sind zum Beispiel die Robbenaufzuchtstation bei Gweek, die Lost Gardens of Heligan mit schlafenden Trollen und Feen, Pendennis Castle und Bauernhöfe in ganz Cornwall. Die Lost Gardens zum Beispiel sind mit eigenem Dschungel, Hängebrücken und Holzstegen und Riesenpflanzen etwas, das Kinder entdecken können. 

Solange ihr das Wörtchen “Wandern” nicht benutzt, machen die meisten Kinder sogar kleine Touren zwischen einer und drei Stunden mit. Wenn man an entspannten Kühen vorbei läuft, nach Schiffswracks schaut und von Felsen zu Felsen klettert, merkt man die Zeit auch kaum. 

Macht’s wie die Kinder aus Cornwall: Rock Pooling und Crabbing

Rock Pooling und Crabbing sind zwei weitere Cornwall-Spezialitäten für Kinder, die echt cool sind. Beim “Rock Pooling” nehmen Kinder und Familien von der Ebbe freigelegte Küsten genauer unter die Lupe. Hier finden sich dann im feuchten Meeresboden Seesterne, Fische und Krebse. Am besten macht man das barfuß oder in Gummistiefeln. 

Crabbing oder Crab Lining ist ein weiterer Volkssport in Cornwall: Mit Eimer und Crabline ziehen Kinderscharen zum Strand um nach Krebsen zu fischen. Mit einem Köder werden die Krebse gefangen und im eimer verstaut. Danach lässt man sie wieder frei. 

Du siehst: Mit Kindern nach Cornwall zu Reisen ist eine echt gute Idee. Und du selbst kannst heimlich auch selbst wieder Kind sein. Wie Steffi sagen würde:

“Wenn ich groß bin, möchte ich dort leben.” 


Und ganz zum Schluss gibt es noch die Infografik zu Cornwall:

Infografik zu Cornwall Reise