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Mautgebühren Österreich: Vignette-Preise, Go-Maut & Gültigkeit

Wohnmobil-Ratgeber

Mautgebühren Österreich: Vignette-Preise, Go-Maut & Gültigkeit

PaulCamper team
Wohnmobil auf österreichischer Alpenstraße: Deine Reiseplanung 2023!

Kurz gesagt: Für Camper bis 3,5 Tonnen brauchst du in Österreich eine Vignette. Sie kostet 2026 als 10-Tages-Vignette 12,80 €, als 2-Monats-Vignette 32,00 € und als Jahresvignette 106,80 € (gleicher Preis für Pkw, Wohnmobil und Gespann). Für Wohnmobile über 3,5 Tonnen gilt keine Vignette, sondern die streckenabhängige Go-Maut per Go-Box. Achtung: Maßgeblich ist seit dem 1. Dezember 2023 die technisch zulässige Gesamtmasse (tzGm) – nicht mehr das eingetragene Gesamtgewicht. Schwere Tunnel- und Pass-Strecken wie die Brennerautobahn (12,50 €) oder der Tauerntunnel (15,00 €) kosten zusätzlich Sondermaut. Fährst du ohne gültige Vignette, werden seit Januar 2026 200 € Ersatzmaut fällig.

Sehnt sich dein Herz auch gerade nach Bergen und Natur pur? Als Klassiker für Hüttenurlaube und Campingreisen zieht Österreich jährlich zahlreiche Touristen in seinen Bann. Gehörst du auch dazu und reist wie viele von ihnen mit dem Camper dorthin? Dann vergiss nicht, dass die österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen gebührenpflichtig sind. Die Mautgebühren in Österreich kannst du auf verschiedenen Wegen bezahlen. Am einfachsten ist es, wenn du dir eine Vignette für deinen Camper kaufst. Allerdings musst du darauf achten, dass du die richtige holst. Es gibt nämlich verschiedene Bestimmungen für Camper, Gespanne wie Wohnwagen und größere Wohnmobile über 3,5 Tonnen. Du möchtest wissen, wo und wie genau du die Maut-Vignetten bezahlst, für wen und auf welche Straßen sie gilt? Alles, was du über die Mautgebühren in Österreich wissen musst , zeigen wir dir hier.

Mautgebühren in Österreich 2023: Vignetten, Kosten und Gültigkeit

Auf welchen Straßen du Mautgebühren in Österreich zahlst

Seit 1997 gibt es die Maut in Österreich. Das Land finanziert damit die Instandhaltung wichtiger Verkehrsstraßen. Aus diesem Grund zahlst du dort auf nahezu allen Autobahnen und Schnellstraßen eine Nutzungsgebühr. Daneben gibt es noch eine Sondermaut für bestimmte Strecken und Tunnel. Das gilt beispielsweise für die Brenner-Autobahn und den Arlberg-Tunnel. Wir haben für dich eine Liste der Sondermautstrecken weiter unten in diesem Artikel erstellt. Selbst wenn du nur auf der Durchfahrt in ein anderes Urlaubsland bist, zahlst du Mautgebühren in Österreich. Slowenien und Kroatien sind gute Beispiele dafür. Beide Länder sind sehr beliebt bei Campingurlaubern. Um sie zu erreichen, musst du über eine der österreichischen Hauptadern fahren. Auf der A10 und A11 oder über die A8 und A9 geht es nach Slowenien und Kroatien. Die Mautpflicht gilt auch für eine Reise nach Italien. Die Strecke über das atemberaubende Sellajoch östlich der bildhübschen Weinregion Bozen ist übrigens eine der coolsten Roadtrip-Strecken in Europa! Damit du die Übersicht bei den vielen Mautstrecken nicht verlierst, bekommst du beim ADAC eine kostenfreie PDF-Karte für die Mautgebühren in Österreich. Dort siehst du, auf welchen Straßen sie anfallen.

Mautgebühren in Österreich 2023: Vignetten, Kosten und Gültigkeit

Unterschiedliche Kosten für unterschiedliche Fahrzeuge

Die österreichische Regierung unterscheidet neben den Straßentypen auch noch zwischen den Fahrzeugtypen. Für PKW und Wohnmobile unter 3,5 Tonnen, über 3,5 Tonnen und für Gespanne fallen jeweils andere Kosten an. Demnach musst du die Mautgebühren in Österreich entsprechend deines Fahrzeuges berechnen.

Mautgebühren in Österreich für Wohnmobile

Bist du mit einem PKW, Camper oder Wohnmobil unter 3,5 Tonnen zulässige Gesamtmasse (zGG) auf österreichischen Straßen unterwegs, ist es noch recht einfach für dich. In diesem Fall holst du dir eine streckenunabhängige Vignette. Diese gibt es zu unterschiedlichen Preisen für verschiedene Zeiträume sowie in digitaler Form oder als klassische Klebevignette. Die Mautgebühren in Österreich für ein Wohnmobil über 3,5 Tonnen werden streckenabhängig und über eine Go-Box elektronisch erfasst. Die zu zahlende Maut richtet sich nach:

  • der gefahrenen Distanz

  • der Anzahl deiner Lkw- oder Wohnmobilachsen

  • der EURO-Emissionsklasse

Wichtig für Wohnmobile: Seit dem 1. Dezember 2023 ist nicht mehr das eingetragene zulässige Gesamtgewicht (zGG) entscheidend, sondern die technisch zulässige Gesamtmasse (tzGm). Liegt deine tzGm über 3,5 Tonnen, brauchst du eine Go-Box – auch wenn dein Wohnmobil auf 3,5 Tonnen abgelastet ist. Für Fahrzeuge, die vor dem 1. Dezember 2023 zugelassen wurden, gilt eine Übergangsfrist: Sie dürfen noch bis zum 31. Januar 2029 mit Vignette fahren.

Mautstelle

Preise Vignette für Österreich

Es gibt drei Wege, die Mautpflicht durchzusetzen. Zum einen mit der Vignette, zum anderen mit der bereits erwähnten Go-Box. An dritter Stelle steht die Sondermaut für ausgewählte Tunnel und Autobahnen. Die Vignette, auch Pickerl genannt , brauchst du, wenn du ein Fahrzeug bis zu 3,5 Tonnen fährst.

Wo muss ich die Mautgebühren für Österreich bezahlen?

Den Pickerl bekommst du entweder in den ASFiNAG-Vertriebsstellen , an Tankstellen in der Nähe der Grenze oder online. Möchtest du die Mautgebühren für Österreich nicht erst an der Grenze kaufen , kannst du dir deine Klebevignette auch vorher schon beim ADAC holen. Seit 2018 gibt es in Österreich die digitale E-Vignette. Du bekommst sie online im ASFiNAG-Mautshop oder in der ASFiNAG-App. Auch der ADAC verkauft die digitalen Pickerl. Damit musst du dir den Mautbeleg nicht in die Windschutzscheibe kleben. Einziger Haken: Kaufst du die digitale Jahres- oder 2-Monats-Vignette online, gilt sie aufgrund der 14-tägigen Konsumentenschutzfrist (plus Postweg) erst 18 Tage nach dem Kauf. Brauchst du sie sofort, kaufst du die digitale Vignette offline bei ADAC, ÖAMTC, ARBÖ, an Tankstellen oder Automaten – dann ist sie wie die Klebevignette sofort gültig. Übrigens: Die klassische Klebevignette gibt es letztmalig für das Jahr 2026; ab 2027 stellt Österreich vollständig auf die digitale Vignette um.

Mautgebühren in Österreich 2023: Vignetten, Kosten und Gültigkeit

Wie hoch sind die Mautgebühren in Österreich?

  • Jahres-Vignette: Pkw: 106,80 €, Gespann: 106,80 €, Wohnmobil: 106,80 €, Motorrad: 42,70 €

  • 2-Monats-Vignette: Pkw: 32,00 €, Gespann: 32,00 €, Wohnmobil: 32,00 €, Motorrad: 12,80 €

  • 10-Tages-Vignette: Pkw: 12,80 €, Gespann: 12,80 €, Wohnmobil: 12,80 €, Motorrad: 5,10 €

  • 1-Tages-Vignette: Pkw: 9,60 €, Gespann: 9,60 €, Wohnmobil: 9,60 €, Motorrad: 3,80 €

(Quelle: ADAC)

Für deinen Urlaub wird wahrscheinlich die 10-Tages oder die 2-Monats-Vignette reichen. Diese beiden Aufkleber sind jeweils ab dem von dir gewählten Datum gültig. In der Jahres-Vignette ist nur das Jahr des Kaufes eingedruckt. Sie gilt immer automatisch von Dezember des vorherigen, bis zum Januar des darauffolgenden Jahres.

Mautgebühren in Österreich 2023: Vignetten, Kosten und Gültigkeit

Vignette anbringen und im Notfall ersetzen

Die Vignette ist der Zahlungsnachweis für die Mautgebühren. In Österreich zahlst du eine Strafe, wenn dein Beleg nicht eindeutig erkennbar ist. Darum ist das ordnungsgemäße Einkleben des Pickerls wichtiger, als es zuerst den Anschein macht. Ein komplizierter Vorgang ist es aber auch nicht. Dafür klebst du: die Vignette links oben hinter der Windschutzscheibe oder hinter dem Rückspiegel ein. Sie darf nicht außen auf die Windschutzscheibe und nicht hinter einen Tönungsstreifen.

Manchmal läuft es im Leben einfach nur blöd. Dann geht während des Österreich-Urlaubs die Windschutzscheibe kaputt , in die du gerade so fein säuberlich die neue Vignette geklebt hast. Alles nicht so dramatisch! Du beantragst einfach eine Ersatzvignette. Dafür brauchst du: eine Kopie der Werkstattrechnung für den Austausch der Scheibe. Die Fetzen der ursprünglichen Vignette. Fahrzeugschein bzw. Zulassungsbescheinigung Teil I Ein ausgefülltes Formular für den Ersatz der Mautvignette. Die Bestätigung deiner Versicherung, dass du die Ersatzkosten nicht mit der Schadenssumme bezahlt bekommst.

Den Antrag gibst du dann bei der nächsten Stelle des ÖAMTC oder der ASFiNAG Maut Service GmbH ab. Schwups gibt’s neue Vignette für die Mautgebühren in Österreich.

Mautgebühren in Österreich 2023: Vignetten, Kosten und Gültigkeit

Die Go-Box: Maut bei über 3,5 Tonnen

Weiter oben im Text haben wir ja schon erwähnt, dass schwere Fahrzeuge andere Mautgebühren zahle n. Österreich rechnet LKW, Busse und Wohnmobile über 3,5Tonnen mit der sogenannten Go-Maut gesondert ab. Dafür installierst du dir eine Go-Box hinter deiner Windschutzscheibe. Jedes Mal, wenn du ein Mautportal an den Autobahnen oder Schnellstraßen passierst, zeichnet sie die Daten auf. Die Mautstelle zieht die Gebühr dann automatisch von deinem vorher hinterlegten Guthaben(Pre-Pay) oder von deinem Konto (Post-Pay) ab. Außerdem kann die Maut für Wohnmobile über 3,5 Tonnen mit der seit Juli 2022 neuen Camper Mautbox des ADAC in Kooperation mit DKV Mobility automatisch abgerechnet werden. Die Mautbox wird bislang in Bulgarien, Frankreich , Italien, Österreich, Polen, Portugal und Spanien akzeptiert sowie in einigen deutschen und belgischen Tunneln.

Mautgebühren in Österreich – Preise für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen

Die Go-Maut wird fahrleistungsabhängig pro gefahrenem Autobahnkilometer berechnet. Der Tarif hängt von drei Faktoren ab:

  • Anzahl der Achsen (Kategorie 2 = 2 Achsen, Kategorie 3 = 3 Achsen, Kategorie 4+ = 4 und mehr Achsen)

  • EURO-Emissionsklasse deines Fahrzeugs (sauberere Klassen zahlen weniger)

  • Tageszeit (nachts gilt ein leicht höherer Tarif inkl. Zuschlägen für Luftverschmutzung und Lärmbelastung)

Für zwei- und dreiachsige Wohnmobile liegt der Kilometertarif im Schnitt zwischen rund 20 und 30 Cent pro Autobahnkilometer. Die exakten, jährlich angepassten Tarife je Kategorie und Emissionsklasse findest du bei der ASFiNAG.

(Quelle: ASFiNAG)

Ein Mautkalkulator hilft dir, die Gebühren in Österreich vor Fahrtantritt zu berechnen. Zum Kostenrechner und weiteren Informationen zur Go-Maut geht es hier entlang.

Mautgebühren Österreich

Mautgebühren in Österreich: Sonderstrecken

Zusätzlich zu der Benutzung der Schnellstraßen und Autobahnen zahlst du für ausgewählte Tunnel, Pass-Straßen und Autoverladungen eine extra Maut. Die Preise sind nicht einheitlich. Die folgende Liste führt die wichtigsten Mautgebühren in Österreich für die Sonderstrecken auf (Einzelfahrt Pkw, Stand 2026):

  • Brennerautobahn A13: 12,50 €

  • Tauernautobahn A10 (Tauern-/Katschbergtunnel): 15,00 €

  • Arlberg Schnellstraße S16 (Arlbergtunnel): 13,00 €

  • Karawankentunnel A11: 9,00 €

  • Pyhrn-Autobahn A9 / Bosruck: 7,00 €

  • Pyhrn-Autobahn A9 / Gleinalm: 12,00 €

  • Großglockner-Hochalpenstraße (Tageskarte Pkw): 46,50 €

Auf einigen dieser Strecken fällt je nachdem, wo du rauf fährst, nur eine Teilstreckenmaut an. Die ASFiNAG gibt dir auf ihrer Webseite genaue Auskunft zu den verschiedenen Tarifen.

Diese Strecken sind seit Dezember 2019 vignettenfrei zu befahren

Die A1 Westautobahn (Grenzübergang Walserberg bis Salzburg-Nord) im Salzburger Land A12 Inntalautobahn (Grenzübergang Kiefersfelden bis Kufstein-Süd) in Tirol Die A14 (Grenzübergang Hörbranz bis Hohenems) in Vorarlberg A26 (Linzer Autobahn inklusive der neuen Donau-Hängebrücke) in Oberösterreich. Die Autobahn ist noch im Bau und erst nach Fertigstellung gibt es eine Vignettenpflicht.

Übrigens: die A7 Mühlkreisautobahn bei Linz ist seit September 2021 wieder vignettenpflichtig. Die Kontrolle der Gebühren für die Tunnel erfolgt über die Videomaut. Tickets dafür bekommst du ebenfalls beim ADAC oder bei der ASFiNAG. Die Mautkameras lesen dann dein Kennzeichen ein, noch bevor du an der Schranke für den Tunnel oder Pass bist. Du zahlst nicht mehr direkt an der Mautschranke und kommst zügiger auf die Autobahn.

Mautgebühren in Österreich 2023: Vignetten, Kosten und Gültigkeit

Strafen bei nicht gezahlter Maut

Besitzt du keine Vignette oder Go-Box für die Mautgebühren in Österreich, zahlst du hohe Strafen. Die Polizei kontrolliert, ob du die Maut beglichen hast oder nicht. Dafür benutzen sie auch Kamerasysteme. Wirst du ohne gültige Vignette erwischt, kannst du eine Ersatzmaut direkt vor Ort bezahlen und so ein Strafverfahren vermeiden:

  • Ersatzmaut für Pkw/Wohnmobil bis 3,5 Tonnen: seit dem 1. Januar 2026 200 € (zuvor 120 €)

  • Go-Maut (über 3,5 Tonnen): Ersatzmaut von 240 € bei fehlender oder nicht bezahlter Go-Box

  • Zahlst du die Ersatzmaut nicht (in der Regel binnen vier Wochen), folgt ein Verwaltungsstrafverfahren mit einer Geldstrafe von 300 € bis 3.000 €

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Die Mautgebühren in Österreich zusammengefasst

Um die Maut kommst du im schönen Österreich nicht herum , ohne horrende Strafen zu riskieren. Am entspanntesten ist es, wenn du dir schon vor Reiseantritt die passende E-Vignette einrichtest. Magst du es lieber haptisch, ist die Bestellung der Vignette fast genauso aufwandslos möglich. Wenn du dir vor Ort die Go-Box besorgen musst , plane am besten etwas mehr Zeit ein. So, jetzt reicht es aber mit den Mautgebühren. Nach Österreich fährt man schließlich zum Urlaub machen. Fehlt dir noch das richtige Gefährt, kannst du dir ein Wohnmobil mieten.

Die Informationen in diesem Blogbeitrag sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung korrekt und aktuell. Bitte beachte, dass sich Inhalte, Fakten und Links im Laufe der Zeit ändern oder veralten können.