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Bouldern in Österreich: Die schönsten Stationen für euren Campingurlaub

Bereits seit einigen Jahren liegt Bouldern in Österreich im Trend. Das Klettern ohne Seil in Absprunghöhe an Felsblöcken, im Englischen auch Boulder genannt, spricht mittlerweile Freizeitsportler weltweit an. Außer den speziell besohlten Schuhen und möglicherweise etwas Chalk oder einem Crashpad beziehungsweise einer Bouldermatte benötigen die Freizeitsportler keine weitere Ausrüstung. Um den Felsen in etwa vier bis acht Zügen zu erklimmen, brauchen Boulderer neben viel Kraft vor allem ein ausbalanciertes Körpergefühl. In einzelnen Schwierigkeitsgraden lehrt euch das Bouldern spielerisch neue Bewegungsabläufe, die sowohl in den Bergen als auch in urbanen Gegenden oder Boulderhallen trainierbar sind.

 

Mann in grüner Hose und kariertem Hemd klettert an einer Hauswand hoch, Bouldern mit PaulCamper

 

Wenn ihr bereits passionierte Boulderer seid oder es in eurem Campingurlaub ausprobieren wollt, solltet ihr unbedingt nach Österreich fahren. Dort befinden sich neben einem der bekanntesten alpinen Bouldergebiete, dem Zillertal, noch einige weitere vielseitigste Felsareale. Wir haben für euch eine Route entlang der spannendsten Stationen zum Bouldern und Campen in Österreich zusammengestellt. Eure Reise beginnt in Tirol und führt euch über Salzburg schließlich nach Kärnten. Das passende Wohnmobil mieten und los geht’s!

 

Tirol: Bouldern im Zillergrund Wald und Sundergrund

Als größtes Gebiet zum Bouldern in dem bekannten Zillertal bieten euch der Zillergrund Wald und der Sundergrund in Sektoren wie Speedy und Priscilla zusammen mehr als 200 erfasste Boulderprobleme. Außerdem habt ihr hier die Chance, bisher unbestiegene Routen zu erklimmen.

 

Grüner Nadelwald prägt das ursprüngliche Bergsturzgebiet des Zillergrund Waldes, in dem das Bouldern dank schattiger Seiten auch im Sommer möglich ist. Im Sundergrund ertastet ihr dagegen Zug um Zug die malerisch auf einer Alpenwiese gelegenen Felsen, während euch die Kühe dabei zuschauen. Das familienfreundliche Gebiet ist aufgrund seiner beeindruckenden Landschaft sehr beliebt. An sommerlichen Tagen wird es hier mitunter sehr warm. Packt euch also ausreichend Sonnenschutz und Wasser für euren Bouldertag ein.

 

Die Schwierigkeitsgrade beider Gebiete reichen von einfachen viere Routen bis zu kraftraubenden achter Versionen. Sie sind also für fortgeschrittene Anfänger und Profis gleichermaßen geeignet. Einzelheiten zu dem Sundergrund gibt es hier und die Topos des Zillergrundes findet ihr hier sowie hier.

 

Ihr erreicht die Bouldergebiete, indem ihr von Mayrhofen der Mautstraße Zillergrund folgt. Nach der zweiten Kurve hinter dem Gasthaus Au fahrt ihr noch etwa 400 Meter zum Zillergrund Wald. Wenn ihr im Sundergrund bouldern möchtet, parkt ihr einfach direkt am Gasthaus Au. Bereits nach wenigen hundert Metern Fußweg auf der Forststraße erreicht ihr die ersten Blöcke.

 

Wie das Bouldern im Zillergrund Wald genau aussieht, seht ihr hier:

 

 

Und so sieht das Bouldern im Sundergrund aus.

 

 

Stellplatz 

Auf dem Campingplatz des Gasthof Au übernachtet ihr günstig. Das Tolle ist: Ihr könnt direkt nach dem Bouldern geschafft in euren Camper klettern und frisch und munter nach dem frühstücken wieder loslegen. Alternativ gibt es in Mayrhofen ebenfalls einen Campingplatz.

 

 

Tirol: Bouldern im Ginzling Wald

Ebenfalls im Tiroler Zillertal findet ihr eines der ältesten Bouldergebiete, den Ginzling Wald. Dort tobt ihr euch an über einhundert Routen aus, die von einer leichten 3c bis einer sehr schwierigen 8b+ reichen. Ob Traversen, Platten oder Highbould, in diesem Klettergebiet ist für jeden Geschmack etwas dabei. Durch die günstige Witterungslage und den umliegenden Nadelwald kraxelt ihr im Ginzling Wald sowohl an sonnigen als auch schattigen Blöcken. Außerdem könnt ihr hier schon im Frühjahr mit dem Bouldern loslegen, mit etwas Glück sogar bereits im Februar oder März.

Auch der Zustieg ist simpel und familienfreundlich. Um an die Felsen zu gelangen, parkt ihr einfach links vor der Brücke in Ginzling. Die ersten Boulder seht ihr dann hinter den letzten Häusern.

 

Eindrücke gefällig?

 

 

Stellplatz

Die nächstgelegenen Campingplätze befinden sich in Mayrhofen und Zell am Ziller. Wenn ihr lieber in der Nähe des Bouldergebietes bleiben möchtet, ist die Climbers Farm vielleicht etwas für euch.

 

 

Tirol: Bouldern auf der Kaserler Alm

Die nächste Station auf eurer Bouldertour durch Österreich ist die Kaserler Alm. Wie der Name verspricht, befinden sich die Felsblöcke auf einer klassischen Alpenwiese. Mit etwa 90 Linien zum Bouldern gehört die Alm zu den kleineren Gebieten. Wenn euch das Kletterfieber erst seit kurzem gepackt hat, solltet ihr euch die Routenbeschreibungen oder Paxisvideos unten genauer ansehen, um einen Eindruck der Boulderlevel zu bekommen. Die Kaserler Alm ist überwiegend für Fortgeschrittene und Profis geeignet. Diese lösen von April bis Oktober die herausfordernden Boulderprobleme. Einzelheiten findet ihr hier.

 

Um an die Boulder zu gelangen, stellt ihr euren Camper am besten auf dem Parkplatz an dem Klettergebiet Ewige Jagdgründe ab, etwa 500 Meter nach der Brücke und dem Stausee zwischen Ginzling und Schlegeis. Die Blöcke findet ihr ein paar hundert Meter die Straße rauf nach Norden.

 

In diesen Videos erfahrt ihr mehr über das Bouldern auf der Kaserler Alm:

 

 

Stellplatz

 Ein paar hundert Meter Richtung Süden liegt der Campingplatz Kaserler Alm in der Zillertal Straße. Außerdem sind auch hier wieder die Campingplätze in Mayrhofen und Zell am Ziller oder die Climbers Farm in Ginzling (siehe oben) weitere Optionen.

 

 

Tirol: Breitlahner und Klausenalm

 Einst zwei getrennte Boulderareale im Zillertal, bilden der Breitlahner und die Klausenalm heute gemeinsam ein abwechslungsreiches Gebiet, das euch etwa 30 Möglichkeiten zum Bouldern und großes Potential für neue Linien bietet. Praktisch ist, dass ihr euer Geschick sowohl an sonnenbeschienenen, freistehenden Felsen auf der Wiese ausprobieren könnt, als auch an geschützteren Blöcken im Wald. Im Juli und August wird es hier an einigen Tagen sehr warm und ihr solltet euch entsprechend vorbereiten. Generell sind alle Boulder in einem sehr guten Zustand, allerdings beginnt die Schwierigkeitsverteilung im Breitlahner bei einer sportlichen 6a für Fortgeschrittene und reicht bis 8a+. Auf der Klausenalm findet ihr hingegen auch leichtere Routen.

 

Das Gebiet Breitlahner beginnt am gleichnamigen Alpengasthaus, während die Klausenalm etwa 800 m südlicher liegt. Hier gibt es eine Karte der Routen an der Rabenwand zum Bouldern.

 

Weitere Informationen bekommt ihr in den folgenden Videos:

 

 

 

Stellplatz

Die nächste Möglichkeit zum Übernachten habt ihr wenige Minuten nördlich der beiden Bouldergebiete auf dem Campingplatz der Kaserler Alm.

 

 

Tirol: Mandlers Boden

 Nachdem ihr euch in dem wirklich umfangreichen Zillertal mehrere Tage ausgepowert habt, fahrt ihr für einen Tapetenwechsel weiter in das Pitztal. Dort stoßt ihr auf eine kaum berührte Spielwiese zum Bouldern. Erst 2017 wurden die Granitfelsen oberhalb des Ritzenrieds für Kletterfreunde eröffnet. An den etwa 180 Routen testen Boulderfrischlinge neben alten Kletterhasen ihre Fähigkeiten in den Schwierigkeitsgraden 3a bis 8a und verraten sich gegenseitig ihre Tricks.

Von Imst kommend, stoßt ihr etwa 400 Meter nach dem Ort Ritzenried linkerhand auf den Parkplatz von Mandlers Boden. Von dort lauft ihr die Straße in Richtung des Tales entlang, links an einem Strommast vorbei und dann folgt ihr dem Weg bis zu einer Grillstelle. Für diesen Zustieg braucht ihr etwa 10 Minuten.

 

Die Topos zu den einzelnen Boulderproblemen gibt es hier.

 

Stellplatz

Der nächste Campingplatz befindet sich ca. 5 Kilometer von dem Bouldergebiet entfernt und ist mit dem Camper entsprechend schnell erreicht.

 

Eindrücke vom Bouldern aus dem Pitztal:

 

Salzburg: Felbertauern

Nach euren actionreichen Klettertagen in Tirol sorgt die Salzburger Seite der eindrucksvollen Hohen Tauern mit den Sektoren Tal des Wassers, Wald und Heidnische Kapelle im Areal der Felbertauern für etwas Abwechslung beim Bouldern. Freiliegende Granitfelsen auf einer weiten Wiese vor dem Panorama der Berge: Besser geht es beim Bouldern kaum. Aufgrund des hohen Schmelzwasseraufkommens nach dem Winter solltet ihr hier erst ab spätem Frühjahr Bouldern. Die Linien sind mit den Graden 5 bis 8a angegeben und fordern somit erfahrene Boulderer dazu heraus, ihre Fähigkeiten zu trainieren.

 

Der Weg von dem Parkplatz am Elisabethsee an der Felbertauernstraße ist angenehm kurz. In der Nähe gibt es außerdem zwei Rastplätze, von denen aus ihr die Blöcke schon erblickt.

 

Stellplatz

Der nächste Campingplatz mit atemberaubenden Ausblick in das Gebirge ist ungefähr eine halbe Stunde Fahrt entfernt.

 

So sieht das Bouldern in Felbertauern aus:

 

 

Kärnten: Maltatal

Weil es hier sehr viele schwierigere Kletterlinien gibt, gilt das Kärntner Maltatal als Paradies für Boulderprofis. Bisher eher ein Geheimtipp, lockt das Gebiet immer mehr Freizeitsportler an, die sich der Herausforderung stellen möchten. Das leichteste Boulderproblem im Maltatal ist mit einer mittleren 5a eingestuft, wodurch das Areal für Anfänger ungeeignet ist. Eine genaue Übersicht der einzelnen Boulderrouten findet ihr in der Topo des Maltatals.

 

Der kurze Zustieg erfolgt von Straße in Koschach aus, die direkt neben dem Gößbach verläuft und ihn hinter dem Bouldergebiet kreuzt. Euren Camper könnt ihr in der Nähe der Straße parken.

 

 

Stellplatz

Übernachten könnt ihr entweder auf dem günstigen Campinglatz Zechner oder auf dem äußerst familienfreundlichen Terrassencamping Malta.

 

Gespannt, wie das Bouldern im Maltatal ist?

 

 

 

 

Das war’s mit unserer Camperroute zu den tollsten Boulder-Stationen in Österreich. Wer genug Kraft und Lust auf einen Action-Urlaub hat, sollte sich das nicht entgehen lassen!

 

Damit ihr euch nicht selbst alles ergoogeln müsst, haben wir für euch eine Karte mit den einzelnen Stationen erstellt. Wem jetzt noch der Camper für die Reise fehlt, kann sich hier ein Wohnmobil mieten.

 

Viel Spaß beim Bouldern!

 

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