Welches Campermobil passt zu mir?

# Camping

Es ist gar nicht so leicht, das richtige Wohnmobil, den richtigen Wohnwagen oder Campingbus zu finden. Der Markt ist überschwemmt und die Preis- und Qualitätsspanne reicht von billig und wackelig bis hin zu luxuriös und extrem teuer. Wo also anfangen, wo suchen und überhaupt, welches Modell passt denn eigentlich zu meinen Ansprüchen?

Übersicht: Was kann dir der Artikel bieten?

  • Basis-Informationen: Führerschein und Budget
  • Die unterschiedlichen Campermobile

Wenn du also drauf und dran bist, dir endlich deinen Traum zu erfüllen, aber noch nicht genau weißt, was es eigentlich sein soll, dann lies weiter und beantworte dir alle Fragen, die ich dir im Laufe des Artikels stellen werde. Du wirst einen besseren Überblick für dich selbst finden und kommst so deinem Traum einen Schritt näher. Das einzige, was du dann nur noch tun musst ist dich in dein Abenteuer zu stürzen.

Bist du bereit!?

Basic Informations

Den Traum, einen Camper zu besitzen, haben viele schon einmal gehabt, doch leider erfüllen sich diesen – schlussendlich – nur die wenigsten. Es muss grundsätzlich auch nicht immer darum gehen, nur noch unterwegs zu sein und Abenteuer zu erleben. Viele genießen auch einfach die Wochenenden oder machen ab und zu mal eine Ausfahrt für ein paar Tage. Es geht doch um das Gefühl, welches sich einstellt, wenn man mit dem Camper unterwegs ist – Freiheit!

Um dort jedoch einmal hin zu kommen, deinen eigenen Van, Camper oder was auch immer zu besitzen, müssen wir ganz einfach anfangen.

Welchen Führerschein besitzt du?

Hast du einen B, BE oder C1 Führerschein?

Es gibt zwei Möglichkeiten:

  1. Du suchst dir ein Modell nach deinen Wünschen aus und machst dann den passenden Führerschein (das wird teuer und ist langwierig), oder
  2. Du holst dir das passende Fahrzeug zu deinem Führerschein. Ich habe beispielsweise nur den B-Führerschein, das heißt, ich darf nur bis 3,5t zulässiges Gesamtgewicht fahren. Für mich stellt diese Einschränkung aber kein Problem dar, weil ich eh einen Van haben wollte. Letzten Endes ist es dann aber doch ein VW LT 28 geworden, etwas größer als ein VW T3, der voll beladen knapp unter den 3,5t wiegt.

Also welchen Führerschein besitzt du? Reicht dir die Größe eines normalen Vans, kleinen Wohnmobils oder Campingbus?

 

Welches Budget kannst du ausgeben?

Ja, das leidige, aber doch wichtige Thema Geld.

Um in deiner Auswahl enger zu werden, musst du dir Gedanken darüber machen, wie viel Geld du zur Verfügung hast. Denn nur anhand des Budgets kannst du dich nun weiter auf die Suche nach einem passenden Fahrzeug machen.

Bist du jung und das mit dem Geld sieht noch nicht so rosig aus bei dir, dann wird es womöglich doch nur ein kleines Modell. Hast du jedoch schon ein paar Jahre sparen können, dann kann es eventuell auch ein großer Camper sein. Muss es aber natürlich nicht!

Doch das musst du ganz ehrlich und mit dir selbst ausbaldowern. Also, was ist das maximale Budget, dass du zur Verfügung hast?

 

Die unterschiedlichen Campermobile

Wenn du die Basic Informations beantwortet hast, bist du fast bereit dir dein passendes Campermobil zu kaufen.

Im nächsten Schritt geht es daran, dass ich dir aufzeigen möchte, welche Varianten es überhaupt gibt und wer, also welcher Typ Mensch solch ein Fahrzeug fährt. Vielleicht identifizierst du dich ja direkt mit einem Modell, anhand der Beschreibung der Personen.

Aber …! Ich schreibe hier extra ein wenig provokant und stigmatisierend. Ich möchte, das diese Unterschiede nicht so sehr ernst genommen werden, denn letzten Endes geht es darum, mit welchem Fahrzeug man sich persönlich wohl fühlt und welches Modell seinen eigenen Ansprüchen gerecht wird.

Ich persönlich bin nicht dafür gemacht, mit einem typischen Wohnwagen an einem Auto durch die Welt zu fahren. Ich möchte etwas Altes und kultiges haben. Für mich soll es kompakt sein und ich möchte alles was ich benötige, bei mir haben. Somit ist mein Balu, aktuell (Reisegewohnheiten und Umstände ändern sich über die Jahre) der beste und perfekte Reisebegleiter für mich.

Ich habe hier eine Unterscheidung in 5 verschiedene Modelle getroffen. Zum einen den Van, bzw. Bus, den Kastenwagen, den Wohnwagen, das Wohnmobil und das Auto mit Dachzelt. Wobei die Unterschiede teilweise sehr schwammig sind. Gerade im Bereich von Van / Bus zum Kastenwagen ist oftmals schwer ein Unterschied zu machen.

Ich werde mir jedoch größte Mühe geben. 😉

 

Van / Campingbus

Als einen Van, bzw. einen Bus bezeichne ich persönlich so etwas wie einen typischen VW Bus, ein Fahrzeug mit mehreren Sitzplätzen und Fenstern zum Rausschauen. Meistens haben sie bereits von Werk aus einen Ausbau. So beispielsweise der bekannte Westfalia-Ausbau.
Vans oder Campingbusse sind meist nicht höher als 2 Meter, so passen sie in die meisten Tiefgaragen und sind somit sehr alltagstauglich. Oft haben sie ein Aufstelldach verbaut, um die Stehhöhe zu gewährleisten, während man an wundervollen Orten parkt und es sich gut gehen lässt.

Meistens sind es junge Menschen, die aus dem Alltag aussteigen, Abenteuer erleben wollen und kein Problem mit Minimalismus haben, die sich für solch ein Modell entscheiden.

Grundsätzlich kann man also sagen, ein Van / Bus ist für die jungen, freiheitsliebenden Hippies oder gar Möchte-Gern-Hippies, das perfekte Modell.

Der Van, bzw. Bus hat auf jeden Fall einen Coolness-Faktor in der Szene.

 

Kastenwagen

Hast du schon einmal etwas von einem Düdo (Mercedes) gehört? Nicht so schlimm. Aber vielleicht sagt dir ein Sprinter etwas? So oder so ähnlich würde ich einen Kastenwagen beschreiben: Ein Transporter, der individuell ausgebaut ist. So kann jeder seinen eigenen Vorstellungen entsprechend das Fahrzeug gestalten.

Ein Kastenwagen ist meist höher als 2 Meter und auch etwas länger als ein Van. Somit ist dieser etwas weniger gut als Alltagsfahrzeug zu nutzen – vor allem in Städten. Auch wenn dies tatsächlich ein paar Hartgesottene praktizieren.
Spannenderweise muss ich mich selbst dazu zählen, denn mein Balu war als Grundfahrzeug auch mal ein Kastenwagen, der später individuell aber als Campervan umgebaut wurde.

Wie auch im Bereich des Vans / Busses, sind mit den selbstausgebauten Kastenwägen freiheitsliebende Menschen unterwegs. Es geht ihnen um das Feeling, sich frei bewegen zu können, die Welt zu erkunden und dabei alles Nötige dabei zu haben.

Und auch hier ist der Coolness-Faktor definitiv gegeben.

 

Wohnwagen

Jeder kennt sie, die Holländer mit ihren Wohnwagen, die die ganzen Autobahnen in der Ferienzeit blockieren.

Das Positive an einem Wohnwagen, den man sich hinter ein Fahrzeug gespannt hat, ist dass man flexibel ist. So ist es möglich, den Wohnwagen beispielsweise auf den Campingplatz zu stellen und mit dem Fahrzeug die Gegend zu erkunden. Mit einem Van oder Wohnmobil ist dies teilweise nicht so einfach. Aber vor allem muss man ständig alles aufräumen und wieder an seinen Platz stellen, denn sonst hat man in der ersten Kurve einen Heidenspaß. Du verstehst was ich meine?

Er hat genügend Raum zum Leben und Kochen. Außerdem gibt es sie in tausend verschiedenen Varianten, von den typischen weißen Wohnwagen, bis hin zu Offroad-Wohnwagen für die extrem Abenteuerlustigen unter euch. Ich möchte aber mal ganz provokant behaupten, dass Wohnwagen eher was für Menschen sind, die ihre Urlaube in Italien auf einem Campingplatz verbringen.

Aber ihr dürft mich gern eines Besseren belehren. 😉

 

Wohnmobil

Diese weißen Klötze von Hymer, Knaus, oder wie die ganzen Hersteller von Wohnmobilen auch heißen, sieht man in den Sommermonaten überall. Doch ist dir auch schon aufgefallen, dass es meist Menschen im gehobenen Alter sind, die solche Fahrzeuge fahren.

Unter der Hand nennt man die großen, meist weißen Wohnmobile auch ‚Weißware‘. Der Begriff stammt jedoch eher daher, dass früher alle vom Werk stammenden Womo’s komplett weiß waren. Heutzutage hat sich da ja zum Glück einiges geändert. Grundsätzlich sind Wohnmobile nicht schlecht, denn sie haben alles verbaut, was zum Leben benötigt wird – auf einem geringen Raum. Autark stehen kann man dank Toilette und sogar Dusche sehr gut. Es fühlt sich fast an wie zu Hause.

Doch nur fast. Für mich selbst wäre ein Wohnmobil nichts. Ich stehe auf Vans, bzw. Busse, die individuell ausgebaut sind und so ihren ganz eigenen Charakter besitzen.

Ich persönlich kenne nur Menschen im gehobenen Alter, die Wohnwagen fahren. Oder eben Familien, die mit den Kids ein bisschen mehr Aufwand haben und für die Komfort ein wichtiger Faktor sind. Somit zähle ich ganz frech die Womo’s mal unter die nicht so hippen Fahrzeuge!

 

Auto mit Dachzelt

Ganz ehrlich, bis vor einer Weile hatte ich diese Variante noch gar nicht auf dem Schirm. Doch als ein Freund (Thilo von Vogel Adventure) von mir, dann ganz in sein Auto mit Dachzelt gezogen ist, wurde mir erst einmal bewusst wie genial es ist.

Klar, es heißt seinen Lebensstandart und seinen Besitz so sehr zu minimieren, dass alles in einen Kombi passt. Aber ganz ehrlich, je weniger man besitzt, desto weniger Gedanken muss man sich auch um seinen Besitz machen! Oder wie denkst du darüber? Das Geniale an dieser Variante für mich ist: zum einen bist du schnell von A nach B gefahren und zum anderen fällt es kaum auf, dass du als Camper unterwegs bist. Du bist mega flexibel und hast trotzdem genug Platz zum Leben.

Denn sind wir doch mal ganz ehrlich, mit einem Camper versucht man doch eh grundsätzlich in warme Länder zu fahren. Das wiederum impliziert, dass man die meiste Zeit in der Natur, also außerhalb seines Fahrzeuges verbringt. Somit finde ich die Variante genial und sehe mittlerweile immer mehr Menschen, die sich für diese Variante entscheiden. Jung, freiheitsliebend und extrem minimalistisch würde ich die Gruppe derer nennen, die sich ein Auto mit Dachzelt zu eigen machen.

 

So, nun die Frage an dich

Welches Campermobil würde deinen Ansprüchen genügen und wie bist du eher unterwegs? Hippie, ältere Generation, Komfort-Freund oder doch extremst freiheitsliebend!?

Jetzt hast du einen groben Überblick über die Campermobile, die es so gibt. Natürlich gibt es jedes einzelne Fahrzeug in tausend verschiedenen Varianten und Modellen. Aber das wird jetzt deine Aufgabe sein, dich hindurch zu forsten und ein für dich passendes Fahrzeug zu finden. Ich wollte dir, wie gesagt, nur einen kurzen Überblick geben, damit du für dich selbst einen besseren Weg finden kannst, dich einzuordnen.

Nun wünsche ich dir mega viel Spaß beim suchen und verlieben. Fühl dich frei und fang an zu träumen, denn bekanntlich gehen Träume in Erfüllung, wenn man nur fest genug daran glaubt.

 

In Liebe und Freiheit
Euer Mogli

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